Daniela Di Nicola ist gewählt

AMRISWIL. Die SVP-Kandidatin setzt sich gegen Beat Maier (CVP) durch und zieht als Ersatz für Emil Rusch (SVP) in den Stadtrat ein. Damit besteht der Stadtrat nun aus sieben Männern und zwei Frauen.

Rita Kohn
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Freut sich über den Wahlsieg: Daniela Di Nicola feierte nach der positiven Nachricht aus dem Stadthaus zuerst zu Hause. (Bilder: Rita Kohn)

Freut sich über den Wahlsieg: Daniela Di Nicola feierte nach der positiven Nachricht aus dem Stadthaus zuerst zu Hause. (Bilder: Rita Kohn)

Die Erleichterung ist spürbar: Daniela Di Nicola freut sich über die Wahl in den Stadtrat. «Ich wäre wohl enttäuscht gewesen, wenn es nicht geklappt hätte», sagt sie, «aber es gehört auch zur Politik, dass man nicht immer gewinnt.» Der SVP-Frau hat es gereicht, um zu gewinnen. Sie geht mit Respekt an das neue Amt heran: «Es ist eine grosse Aufgabe, die mir anvertraut wird.»

Von ihrer Arbeit in der Kirchenbehörde ist sich Daniela Di Nicola gewohnt, sich in Diskussionen einzubringen und ihre Meinung zu vertreten. Das habe sie schon im Elternhaus gelernt: «Ich bin in einem politischen Elternhaus gross geworden. Wir haben viel diskutiert und konnten immer unsere Meinung äussern.»

«Frauenbonus hat gespielt»

Beat Maier nimmt seine Niederlage zwar hin, macht aus seiner Enttäuschung aber keinen Hehl. Er ist überzeugt, dass viele Frauen Daniela Di Nicola wählten, nur weil sie eine weitere Frau im Stadtrat wollten. Ihm selber habe man – etwa bei Vox feminae – verwehrt, sich den Frauen näher vorzustellen. Er bedaure, dass der Wahlkampf in dieser Hinsicht nicht ganz ausgewogen geführt worden sei.

Beruflich profitieren

Ob er nach seiner Niederlage dieses Wochenende in zwei Jahren erneut zur Wahl antreten wird, wusste Beat Maier noch nicht sicher zu sagen. Er denke aber schon, dass es so sein wird. Bis dahin könne er wohl auf beruflicher Ebene von seiner Nichtwahl profitieren: «Ich kann weiterhin Aufträge der Stadt annehmen.»

Für die glückliche Siegerin war das Wahlergebnis am Sonntag gleich auch ein schönes Geburtstagsgeschenk.

Beat Maier traf sich mit Freunden trotz Niederlage zur Wahlfeier.

Beat Maier traf sich mit Freunden trotz Niederlage zur Wahlfeier.

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