«Damals waren es 18 Angestellte»

Nach 25 Jahren ist Schluss: Werner Flück, Leiter der Alterssiedlung Holzenstein in Romanshorn, übergibt sein Amt an Andreas Steinke. Er wünscht der Genossenschaft weiterhin Weitsicht und unternehmerisches Denken.

Markus Bösch
Drucken
Teilen
Werner Flück gibt die Leitung weiter an Andreas Steinke. (Bild: Markus Bösch)

Werner Flück gibt die Leitung weiter an Andreas Steinke. (Bild: Markus Bösch)

ROMANSHORN. Wenn die Wohnumgebung einladend und dem Alter angepasst ist mit vielfältigen Unterstützungsangeboten, zudem das Personal noch empathisch und gut ausgebildet, ermöglicht das alten Menschen die grösstmögliche Selbständigkeit. «Das Haus Holzenstein kann zuversichtlich in die Zukunft gehen», sagte Genossenschaftspräsident Christian Hug vorgestern an der Generalversammlung der Alterssiedlung Holzenstein aus dieser Perspektive. «2014 haben wir wesentliche Schritte dazu unternommen.»

Wohnungen bis 2017 umgebaut

Nachdem sechs weitere Zimmer und Wohnungen für 470 000 Franken renoviert worden sind, werden Ende 2016 im Hauptgebäude alle Wohnungen umgebaut sein.

Ein letztes Mal blickte Werner Flück als Heimleiter auf ein anforderungsreiches Jahr zurück. «25 Veranstaltungen haben für Abwechslung im Alltag gesorgt. Mit 79 Bewohnern waren wir zu 94 Prozent ausgelastet. 65 Frauen und Männer haben sich 43 Vollstellen geteilt und sieben Lernende in ihrer Ausbildung begleitet.»

Gleichzeitig nahm Flück seine Pensionierung als Anlass, die Anfangszeit Revue passieren zu lassen. 1989 hätten er und seine Frau 18 Angestellte übernommen, heute seien es 65. Und sehr rasch hätten sie die professionelle, integrierte Pflege eingeführt. Damals hätte eine Phase der Erweiterungen, Umbauten und Erneuerungen begonnen, und das hätte sich gelohnt. Er wünsche der Genossenschaft weiterhin Weitsicht und unternehmerisches Denken.

Gewinn als Baureserve genutzt

Seit Jahrzehnten ist Bruno Stacher für die Finanzen zuständig. «Auch im vergangenen Jahr haben wir ein positives Ergebnis zu verzeichnen. Vom Bilanzgewinn können wir 550 000 Franken der Baureserve zuweisen.» Als er 1975 im Altersheim Holzenstein begann, betrug der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen gerade mal 431 000 Franken, sagte Stacher. Heute seien es rund 5,8 Millionen Franken.

«Strasse von Autos befreien»

Dieser und weitere Gewinne werden denn auch gebraucht werden. So für weitere Bauvorhaben, die Christian Hug am Schluss der Versammlung vorstellte. «Geplant sind die Erneuerung des Verbindungsgangs unserer beiden Häuser, zwei zusätzliche Räume, ein rollstuhltauglicher Zugang zum Haus, eine Umgestaltung des Gartens und die Befreiung der Hinterlohstrasse von den Autos», zählte der Genossenschaftspräsident der Reihe nach auf.