«Dabei waren wir doch besser»

Ach, hätte doch Vonlanthen statt an die Latte ins Tor getroffen! Oder Yakin seinen Kopfball ins Tor statt daneben gesetzt! Doch es kam anders, als die rund 100 Schweizer Fans im Arboner Stadion Baluu sich den Ausgang des Spiels Schweiz gegen Tschechien zur Eröffnung der Euro 2008 gehofft hatten.

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Voller Hoffnung auf einen Sieg schauen die Fans im Stadion Baluu den Schweiz-Tschechien-Match. (Bild: Thomas Riesen)

Voller Hoffnung auf einen Sieg schauen die Fans im Stadion Baluu den Schweiz-Tschechien-Match. (Bild: Thomas Riesen)

Ach, hätte doch Vonlanthen statt an die Latte ins Tor getroffen! Oder Yakin seinen Kopfball ins Tor statt daneben gesetzt! Doch es kam anders, als die rund 100 Schweizer Fans im Arboner Stadion Baluu sich den Ausgang des Spiels Schweiz gegen Tschechien zur Eröffnung der Euro 2008 gehofft hatten. Verloren. Einer auf der ausverkauften VIP-Tribüne braucht das berühmte Wort mit «Sch…». Er ist nicht der einzige. «Dabei waren wir doch besser», schimpft ein anderer.

«Ein klares Handspiel»

Sie haben 93 Minuten mitgelitten, mitgefiebert. Alles umsonst. Eine Gruppe junger Fans mit bemalten Gesichtern, gefärbten Haaren packt ihre Fahnen ein und zieht ab. Doch nach ein paar Minuten ist die erste Enttäuschung verarbeitet und sie analysieren das Gesehene, während aus den Boxen Bon Jovi dröhnt. «Das war ein klares Handspiel», kommentiert einer die Szene, die gerade im Fernsehen gezeigt wird, und ist überzeugt: «Da hätte der Schiedsrichter pfeifen müssen.» Sein Sitznachbar geht los und holt zwei Biere. Dazu gibt es das Stadionmenu: Bratwurst oder Hamburger. Wie im echten Stadion.

Lob für die Privatinitiative

Martin Klöti, Stadtammann von Arbon, ist unter den Gästen. Er lässt sich die Einladung von Remo Bischofberger und Oliver Lutz nicht entgehen, die das Stadion initiiert und ins Leben gerufen haben. Und er freut sich über das gelungene Ergebnis dieser privaten Initiative. Er wünscht Bischofberger viel Glück und betont, dass es ihm im Stadion Baluu gefällt.

Eurofieber bleibt erhalten

Der Wirt ist mit dem Start in das Euro-Abenteuer zufrieden und überzeugt, dass unter der Woche mehr Leute kommen. Auch zum Spiel hat er eine klare Meinung. «Die Schweiz war besser, Tschechien hatte nur eine Chance und die haben sie genutzt.» Den Erfolg des eigenen Projekts macht er jedoch nicht vom Abschneiden der Schweizer abhängig. Jeder fiebere doch mit einer zweiten und meist stärkeren Mannschaft mit. So bleibe ihm und der Schweiz das Eurofieber in jedem Fall erhalten.

Autor: Thomas Riesen

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