Da, wo die Krise ist

In diesem Moment kommt Raphael zu mir auf den Balkon. «Was machst Du eigentlich die ganze Zeit da draussen ohne Zeitung?», will er von mir wissen. Die berechtigte Frage bringt mich in gewisse Verlegenheit.

Merken
Drucken
Teilen

In diesem Moment kommt Raphael zu mir auf den Balkon. «Was machst Du eigentlich die ganze Zeit da draussen ohne Zeitung?», will er von mir wissen. Die berechtigte Frage bringt mich in gewisse Verlegenheit. «Ich überlege gerade, ob wir bei der Feinstanz AG einen neuen Geschäftsbereich aufbauen könnten», antworte ich etwas unbeholfen. «So? Das überlegst Du aber doch schon lange, oder?», lautet der Kommentar des Zwölfjährigen. «Ja, weil ich bis jetzt noch nichts Cleveres gefunden habe», sage ich leicht trotzig.

«Seid Ihr denn immer noch in der Krise?», bohrt Raphael nach. «Ich bin immer da, wo die Krise ist», stelle ich leicht säuerlich fest.

Aus: «Überleben ist nicht genug – Tagebuch eines Schweizer Unternehmers 2008/2009»