Da wird einem schwindlig

Räbeblatt

D Räbluus
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Gemeindepräsident Fredy Oettli inspiziert den Hangrutsch. Ab heute ist die Strasse für den Verkehr gesperrt. (Bild: Mario Testa)

Gemeindepräsident Fredy Oettli inspiziert den Hangrutsch. Ab heute ist die Strasse für den Verkehr gesperrt. (Bild: Mario Testa)

Schon wieder ein Vorstoss im Weinfelder Gemeindeparlament mit dem Ziel, dass die Bevölkerung mitreden soll. Schon wieder geht es um den Bahnhof. Vor Jahren haben sich Mitglieder des Parlaments bereits befähigt gefühlt, in Sachen Bahnhofgestaltung mitreden zu können. Sie wurden, mit Ausnahme des Themas «Veloständer», nicht gehört.

Die SBB als Landeigentümer entscheiden selbst, was auf ihrem Land gemacht wird und die Gemeinde entscheidet, was auf ihrem Land passiert. Ob es dann zusammenpasst, wird nach der Umsetzung sichtbar. Fürs Erste hat es damals ganz gut geklappt. Es scheint, dass sie miteinander gesprochen haben. Einzig der Schrei nach einem breiteren Personenaufgang zu Gleis 3 und 4 blieb ungehört. Beim Umsteigen trifft es ja nicht primär die Weinfelder Einwohner, sondern vor allem die andern SBB-Kunden.

Nun bauen die SBB, ohne unsere Legislative zu fragen, einen Perronzugang im Westen. Die Besucher des Theaterhauses erreichen dadurch den Zug nach Hause schneller. Was aber geschieht mit dem Parkplatzareal, dem Theater selbst, der Waschanlage und den Gebäuden der Rettungsdienste?

Es darf geträumt werden: Tiefgarage, Busbahnhof, Einkaufs- und Shoppingzentrum, Restaurant, Stadthotel, Stadttheater und mit Sicherheit ein unterirdischer Kreisel. Sie haben es bemerkt, bevor all dies angedacht werden darf, sind endlich alle Grundlagen für die «Stadt» zu schaffen. Also bitte vorwärts, liebes Gemeindeparlament und lieber Gemeinderat! Und dann, dann lasst ihr den Kreisel fallen, es wird euch so schon, ob all den andern Ansprüchen, schwindlig.

D Räbluus

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