«Da sind wir daheim»

BISCHOFSZELL. Am Neujahrstag lud die Stadt Bischofszell zu einem Empfang. Neben der Rede des Stadtammanns stand das gesellige Zusammensein im Mittelpunkt.

Monika Wick
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Die Band Timbelle spielt an der Feier. (Bild: Monika Wick)

Die Band Timbelle spielt an der Feier. (Bild: Monika Wick)

Der Zettel an der Eingangstüre zum Rathaus verkündet, dass die Schalter der Stadtverwaltung erst wieder am 5. Januar geöffnet sein werden. Nichtsdestotrotz geben sich am Donnerstagnachmittag Dutzende Besucher die Türklinke in die Hand. Grund dafür ist der traditionelle Neujahrsempfang im Bürgersaal. «Ä guets Neus!» wünschen sich die Anwesenden, bevor sie anstossen. Ausserdem scheint zu interessieren, wie das Gegenüber den Silvesterabend verbracht hat. «Der Jahreswechsel ist einer dieser Momente, die Gelegenheit bieten, über den Zeitraum eines Jahres zurückzublicken und nachzudenken», sagt Stadtammann Josef Mattle zu Beginn seiner Neujahrsansprache. Dabei spricht er nicht das grosse Weltgeschehen an, sondern das, was die einzelne Person, die Familie oder die Gemeinde betroffen hat. «Um sich auf die Zukunft vorbereiten zu können, muss man kurz das Vergangene betrachten.» Veränderungen machen 2015 auch vor der Stadt Bischofszell nicht halt. So hält Josef Mattle seine letzte Neujahrsbegrüssung als Stadtammann. Bischofszell wählt 2015 ein neues Stadtoberhauptes. Projekte wie Strassenführung oder die Erstellung von Gebäuden für Feuerwehr, Technische Gemeindebetriebe oder eines Jugendzentrums beschäftigen die Stadt in diesem Jahr. «Für diese Änderungen kann man einstehen, wenn man weiss, wo man steht und wovon man ausgehen kann. Das bedingt aber, dass man irgendwo steht respektive zu Hause ist», sagte Mattle. Dementsprechend wurde vom Stadtrat auch das Jahresmotto «Bischofszell – da sind wir daheim» festgelegt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Ensemble Timbelle unter der Leitung von Samuel Forster, Schlagzeuglehrer an der Jugendmusikschule. Mit ihren mitreissenden Klängen vermochte die Band, einen Hauch der balkanischen Lebenskultur in den Bürgersaal zu bringen. Das Ensemble ist unter den sechs Finalisten des Schweizer Eurovision Song Contest.