«Da schläckt kai Geiss wäg»

ROGGWIL. An der Roggwiler Neujahrsbegrüssung gab der Romanshorner Eventpoet Christoph Sutter preis, wie seine Geiss mit der Steuerrechnung umgeht. Einander annehmen war das Thema in der Kirche.

Hedy Züger
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Der dichtende Christoph Sutter und Gemeindeammann Gallus Hasler im Gespräch. (Bild: Hedy Züger)

Der dichtende Christoph Sutter und Gemeindeammann Gallus Hasler im Gespräch. (Bild: Hedy Züger)

«Wir legen das vergangene Jahr zurück in die Hand Gottes und erwarten Frieden.» Dies sagte Pater Theo Bischof an der ökumenischen Neujahrsfeier und ging über zum Beziehungsnotstand. Von der Grossfamilie seien wir abgerückt und machten uns mehr und mehr unabhängig. Begegnungen würden umgangen.

Nehmt einander an

Pfarrer Hans-Ulrich Hug zitierte das Losungswort 2015 der evangelischen Kirche aus dem Römerbrief: «Nehmt einander an...» Dies bedeute, das Zusammenleben christlich zu gestalten, andere Menschen gastlich aufzunehmen. «Jetzt sind Sie dran», bedeutete Hug den Besuchern, Nägel mit Köpfen zu machen. Auch die Kirchen seien gefordert.

Verse zu Stichworten

Drüben im Schloss stellte Gemeindeammann Gallus Hasler als Hausherr Christoph Sutter vor. Sutter rezitierte Verse zu Stichworten, die vom Publikum genannt wurden. «Steuerfuss tief halten», wünschte sich ein Bürger. Prompt lieferte der Gast aus Romanshorn die gereimte Geschichte mit seiner Geiss: die Steuerrechnung schleckte sie nicht weg, sie frass das Papier auf. Sutter abschliessend: «Wir wünschen uns fürs neue Jahr gute Karten, wichtig wäre, damit in allen Sparten auch gut zu spielen.» Die Clarinett Connection musizierte mit Peter Dorner. Die Gäste der Neujahrsbegrüssung entwickelten rege Diskussionen und liessen sich vom Schlossteam verwöhnen.