CVP-Nationalrat redet Bauern ins Gewissen

Landwirte müssen Produkte herstellen, mit denen sie Geld verdienen, sagt Markus Zemp in Weinfelden.

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Referent Markus Zemp und Organisator Martin Huber. (Bild: Isabelle Schwander)

Referent Markus Zemp und Organisator Martin Huber. (Bild: Isabelle Schwander)

weinfelden. Der Aargauer CVP-Nationalrat Markus Zemp traut dem Markt mehr als der Politik. Die Landwirtschaft stehe vor einer grossen Wende, sagte er am zweiten Vortrag im diesjährigen Agrarzyklus der Volkshochschule Weinfelden im Berufsbildungszentrum in Weinfelden.

Die zentrale Frage laute, wie lange der Grenzschutz noch aufrechterhalten werden könne.

Bezüglich der Zukunft der Landwirtschaft ist Zemp allerdings optimistisch: «Wer jammern will, soll dies tun, er sollte sich allerdings nicht wundern, wenn er sich damit die Chance auf eine Hofnachfolge bei den Jungen verbaut.» Mit Genugtuung stelle er fest, dass seit zwei Jahren das Thema Ernährungssouveränität im Parlament an Bedeutung gewonnen hat.

Wer eine Eindämmung des Freihandels wünscht, nur damit der Milchpreis wieder auf einen Franken steigt, vergesse die Realität, sagte Zemp. Ein Landwirt müsste seine Produktion auf das beschränken, was zu einem hohen Preis am Schweizer Markt verkäuflich ist. Den Vortrag organisiert hatte Arenenberg-Direktor Martin Huber, der bereits seit 25 Jahren im Vorstand der Volkshochschule mitarbeitet. (is)

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