Crowdfunding hat geklappt

ROMANSHORN. Kai Fritsche hat Geld gesammelt, um einem Freund beim Aufbau einer Kleiderfirma in Brasilien zu helfen. 3000 Franken sind zusammengekommen.

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Grusszeichen der Surfer: Kai Fritsche mit seinem brasilianischen Geschäftspartner Adriano Menezes. (Bild: pd)

Grusszeichen der Surfer: Kai Fritsche mit seinem brasilianischen Geschäftspartner Adriano Menezes. (Bild: pd)

3000 Franken hat Kai Fritsche in 100 Tagen gesammelt – alles via Crowdfunding bei www.100-days.net. Mit dem Geld unterstützt er den Aufbau einer kleinen Kleiderfirma in Brasilien. Der Betrag wird in den nächsten Tagen nach Paracuru, wo die Firma ihren Sitz hat, überwiesen.

Verkauf via Online-Shop

Konkret hilft Fritsche Adrian Menezes. Er hat den Familienvater auf einer Reise in Südamerika kennengelernt. Der Mann hatte den Traum, ein kleines Unternehmen, das T-Shirts und Bermudahosen herstellt, zu gründen. Zwar hat Menezes die nötigen handwerklichen Voraussetzungen, es fehlte ihm aber das Geld.

Angeregt durch das Crowdfunding, hat sich Alfred Lienhard aus Uttwil entschlossen, dem Betrieb im Rahmen seiner sozialen Unterstützungsinitiative Almada Vertrieb Brasilien-Schweiz zu helfen. Lienhard hat auch gleich die Medienarbeit für Kai Fritsche übernommen. Almada Vertrieb kümmert sich um den Vertrieb der T-Shirts in der Schweiz und um die Beschaffung von Mitteln für Investitionen, die zur Konsolidierung des Betriebs nötig sind. Es fallen nämlich weitere Investitionen an: Ein Grossformatdrucker für Textilien soll noch angeschafft werden. Das kostet etwa 16 000 Franken. Die Anschaffung eines solchen Plotters sei notwendig für die Produktion von Bermudahosen.

Komplizierte Bürokratie

Aus Brasilien erhielt Fritsche die Nachricht, dass die Shirt-Produktion gut läuft, aber der Verkauf noch harzt. Es ist nun ein Online-Shop geplant. «Da die Bürokratie in Brasilien kompliziert ist, kommt die Entwicklung des Betriebs langsamer voran als es in der Schweiz möglich wäre», so Lienhard. (mvl)

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