Claudius Graf Schelling: «Ich bin gern Regierungsrat»

Dem Arboner Regierungsrat gefällt es im Thurgau. Die Verbundenheit mit seiner Heimat betonte er in einem öffentlichen Gespräch.

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Claudius Graf-Schelling (Bild: Peter Gubser)

Claudius Graf-Schelling (Bild: Peter Gubser)

ARBON. Im Anschluss an die Nomination für die Kantonsratswahlen durch die SP des Bezirks Arbon führte Jürg Niggli ein öffentliches Gespräch mit dem Arboner Regierungsrat Claudius Graf Schelling, der sich im März für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellt. Am Tag der Bundesratswahl lag die Einstiegsfrage auf der Hand: Möchte Graf-Schelling nicht Bundesrat werden? Dieser verneinte klar. «Mir gefällt es im Thurgau. Ich bin gerne Regierungsrat», sagte er. In der Thurgauer Regierung herrsche ein gutes Arbeitsklima. Ausserdem möchte er verschiedene angefangene Projekte zu Ende führen.

Entscheide vor Weihnachten

Seinen grössten politischen Erfolg feierte Graf-Schelling am 29. November 2009, als eine klare Mehrheit Ja zur Justizreform und zur Neueinteilung der Bezirke sagte. Aktuell liegt ihm die Reform der Kinder- und Erwachsenen-Schutz-Behörde, die zurzeit vom Grossen Rat behandelt wird besonders am Herzen. Er hoffe, dass das Parlament noch vor Weihnachten die Weichen richtig stellt – zum Wohl vieler Schutzbedürftiger.

Zwei Stunden Arbeitsweg

Claudius Graf-Schelling ist auch als Regierungsrat «mit Leib und Seele» Arboner geblieben. Er nehme gerne einen täglich zweistündigen Arbeitsweg auf sich, um weiter in Arbon wohnen zu können. Den Bodensee nimmt er nicht als trennendes Element wahr. Als Mitglied der Internationalen Bodenseekonferenz schätze er die Kontakte mit den Anrainerstaaten: Manche Probleme seien in guter Zusammenarbeit besser zu lösen. Auch die Vorteile der Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinweg hob er hervor. Als gutes Beispiel dafür nannte er die interkantonale Polizeischule, die in Amriswil einen guten Platz gefunden habe. (pd)