Chronik Die Familie Böhi in Bürglen

Mit dem Kauf der Mühle 1806 legt der Bauer Johann Ulrich Häberlin aus Opfershofen den Grundstein für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung von Bürglen. Die Geschichte des Dorfes ist eng mit Häberlins Nachfahren verbunden.

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Mit dem Kauf der Mühle 1806 legt der Bauer Johann Ulrich Häberlin aus Opfershofen den Grundstein für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung von Bürglen. Die Geschichte des Dorfes ist eng mit Häberlins Nachfahren verbunden.

1751 In Opfershofen kommt Johann Ulrich Häberlin zur Welt. Schon in jungen Jahren ist er offenbar ein erfolgreicher Geldausleiher. Zeitweise leiht er an über hundert Kunden, jeweils zu fünf Prozent.

1790 Häberlin entdeckt ein neues Geschäft: den Handel mit Baumwolle und Stoffen.

1804 Häberlin hat offenbar schon so viel Geld verdient, dass er den St. Gallern ein Angebot für den Kauf der Mühle in Bürglen machen kann.

1806 Häberlin kauft den

St. Gallern die Bürgler Mühle ab – samt Land und Wäldern, alles für 8000 Gulden. Er bezahlt bar in zwei Raten.

1841 Häberlin stirbt.

1844 Ein Sohn – eines von fünf Kindern aus der Ehe mit der Weinfelderin Susanna Haffter – führt die Mühle. Am Mühlenkanal wird eine Rotfärberei errichtet und damit die Bürgler Industrie gegründet.

1882 In New York wird das weltweit erste Elektrizitätswerk in Betrieb genommen.

1902 Minna Böhi-Scheitlin – eine Urenkelin von Johann Ulrich Häberlin – beschliesst, die Wasserkraft des Mühlekanals in Bürglen für die Erzeugung von Elektrizität zu nutzen.

1906 Minna Böhi-Scheitlin nimmt das erste Kraftwerk mit einer Francis-Turbine und einem 80-Kilowatt-Gleichstromgenerator in Betrieb.

1906 Die Ortsgemeinde Bürglen erteilt Minna Böhi-Scheitlin im Rahmen eines Konzessionsvertrages das alleinige Recht zur Nutzung des öffentlichen Grundes für die Verteilung elektrischer Energie.

1972 Familie Böhi verkauft die Mühle.

2015 Familie Böhi ist in der 1947 gegründeten Elektrizitätswerk Bürglen AG noch immer aktiv.

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