«Chlapf»: Der etwas andere Blick auf Bürglen

Heute an der Beizenfasnacht erscheint die 27. Ausgabe des Bürglemer Satiremagazins, verfasst von der Fasnachtsgesellschaft Schlosshüüler.

Hannelore Bruderer
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Gwendolyn Mösler, Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft Schlosshüüler. (Bild: hab)

Gwendolyn Mösler, Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft Schlosshüüler. (Bild: hab)

BÜRGLEN. Bittersüss, cool und frech, aber nie beleidigend sind die Artikel in der Fasnachtszeitung «chlapf». Sie erscheint nur einmal pro Jahr. Kaum sonst wo erfahren die Einheimischen so viel über die kleinen Unzulänglichkeiten ihrer Mitbürger, die dem Dorfleben erst die nötige Würze verleihen.

Blatt mit Tradition

«Erstmals erschien der <chlapf> 1985, also bereits drei Jahre nach der Gründung unseres Vereins», sagt Gwendolyn Mösler, Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft Schlosshüüler Bürglen. Waren es im Gründungsjahr noch 998 Stück, die produziert wurden, so sind es heute rund 400.

Der Vereinspräsidentin ist es wichtig, dass die Ereignisse, die im «chlapf» aufgegriffen werden, auch stimmen. Anonymen Beiträgen wird nicht nachgegangen.

Bürgler verstehen Spass

Wer in der Fasnachtszeitung abgebildet oder erwähnt wird, muss zuweilen derbe Sprüche einstecken. «Die Bürgler können über sich selber lachen», ist Mösler überzeugt. «Für einige ist es sogar eine Ehre, wenn etwas über sie im <chlapf> steht.»