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Cheferigs Bitzgi, Ommebeeni und Bleisatan

«Täfelimeedle» während der Eucharistiefeier an Fronleichnam in Appenzell. Die Frauen tragen bemalte Holztafeln mit den Geheimnissen des freudenhaften, des schmerzhaften und des glorreichen Rosenkranzes. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Appenzell, 26. Mai 2016))

«Täfelimeedle» während der Eucharistiefeier an Fronleichnam in Appenzell. Die Frauen tragen bemalte Holztafeln mit den Geheimnissen des freudenhaften, des schmerzhaften und des glorreichen Rosenkranzes. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Appenzell, 26. Mai 2016))

Unter den Schweizer Dialekten nimmt die Innerrhoder Mundart eine Sonderstellung ein. Diese gründe wohl auf der Landteilung von 1597, als die beiden Appenzell sich trennten und die Inner­rhödler fortan ein abgeschiedenes Eigenleben führten, schreibt Joe Manser in seinem Buch über den Innerrhoder Dialekt. Das Buch, das Mundartwörter und Redewendungen aus Appenzell Innerrhoden enthält, erschien 2013 bereits in der fünften Auflage. Zugegeben, die Innerrhödler versteht man manchmal nicht so gut (sie vielleicht uns auch nicht). Damit das nicht so bleibt, seien hier einige Ausdrücke wiedergegeben – im Hinblick auf den Auftritt von Appenzell Innerrhoden an der Wega. Die Beispiele stammen aus Mansers Buch im Kapitel «Was unsere lieben Mitmenschen so alles sind». Wenn ein Innerrhödler Amediisli sagt, dann meint er eine empfindliche Frau. Eine Baabechue ist eine dumme Frau, eine Betnummere eine Person, die immer betet. E cheferigs Bitzgi ist eine kleinwüchsige Person. Wenn der Innerrhödler Bleisatan sagt, dann meint er einen frechen Kerl. Ein Chlepfschit ist eine törichte Person, ein Föchboz ein Angsthase. Ein Kujoo ist ein Quälgeist, ein Loschtege ein Mensch mit kuriosen Ideen. Einer, der ständig in Bewegung ist, heisst Ommebeeni, ein ma­gerer Mensch ist ein Raaner, ein Sapperementskäli ein sehr gross gewachsener Kerl. Ein Schloozli ist ein ungepflegter Mann, ein Wettekük ein Schlaumeier, ein Zattli ein unordentlicher Mann. Und wenn der Innerrhödler sagt, einer sei ein Holderibock, dann meint er einen übermütigen Menschen. (es.)

Buchtipp

Joe Manser, Innerrhoder Dialekt, Verlag Appenzeller Volksfreund, Appenzell, 36 Franken.

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