Chance für die Einwohner

So klar und mutig wie das Netzwerk Altstadt mit Sitz in Bern hat sich noch kaum einer ausgedrückt: Wenn man vom Weinfelder Bahnhof ins Dorfzentrum will, muss man im wahrsten Sinne des Wortes unten durch, die Nordfassade des ehemaligen Coop sieht abscheulich aus, und der Marktplatz bringt eine

Esther Simon
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So wohnt man in der Stadt Rheinfelden, Kanton Aargau. (Bild: pd)

So wohnt man in der Stadt Rheinfelden, Kanton Aargau. (Bild: pd)

So klar und mutig wie das Netzwerk Altstadt mit Sitz in Bern hat sich noch kaum einer ausgedrückt: Wenn man vom Weinfelder Bahnhof ins Dorfzentrum will, muss man im wahrsten Sinne des Wortes unten durch, die Nordfassade des ehemaligen Coop sieht abscheulich aus, und der Marktplatz bringt eine seltsame Leere mitten ins Dorf. Es ist ja nicht so, dass das Netzwerk keinen guten Faden an Weinfelden liesse. Aber die Institution benennt die Dinge beim Namen. Und das ist gut so.

Vor einem Jahr hat der Gemeinderat dem Netzwerk Altstadt den Auftrag für eine Analyse der Situation im Dorfkern erteilt. 2015 ist das Netzwerk zur Hochform aufgelaufen. Inzwischen sind verschiedene Zwischenberichte erschienen, wobei Vergleiche zu anderen Schweizer Kleinstädten nicht gescheut werden. Die Inhalte werden immer konkreter: So steht im neusten Bericht, dass die Wega ein Reizwort sei, dass sich die Leute keine Fussgängerzone vorstellen könnten und dass sie mit der Parkiersituation nicht zufrieden seien. Alle die Berichte sind in Zusammenarbeit mit Bevölkerungsgruppen entstanden. Wir meinen, dass die Stadtanalyse nicht nur dem einen oder anderen die Augen öffnet für Schönes und weniger Schönes im Dorf, sondern dass sie eine grosse Chance ist für die Einwohner, aktiv an der Zukunft des Dorfes mitzuarbeiten.

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