Campus-Idee wird konkret

ROMANSHORN. Die Primar-, Sekundar- und Kantonsschule und die Stadt Romanshorn wollen in Planungs- und Finanzfragen enger zusammenarbeiten, mit Blick auf einen so genannten Bildungs- und Bewegungscampus im Gebiet Weitenzelg.

Markus Schoch
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Die Mitglieder der Projektgruppe: Andreas Goldinger, Stefan Schneider, David H. Bon, Stefan Tinz (alle hinten) sowie Jürg Felix, Nina Stieger, Melanie Zellweger und Markus Fischer (vorne). (Bild: pd)

Die Mitglieder der Projektgruppe: Andreas Goldinger, Stefan Schneider, David H. Bon, Stefan Tinz (alle hinten) sowie Jürg Felix, Nina Stieger, Melanie Zellweger und Markus Fischer (vorne). (Bild: pd)

Seit dem Spätsommer des letzten Jahres befasst sich eine Projektgruppe unter der Leitung von Stadtentwicklerin Nina Stieger mit der Idee eines zusammenhängenden und entsprechend gestalteten Schulgeländes.

Die Voraussetzungen sind ideal: Das Gebiet in der Weitenzelg ist von der Anlage her bereits eine Art Campus mit Gebäuden der Primar-, Sekundar- und Kantonsschule. Die drei Körperschaften haben sich bis jetzt allerdings nicht gross abgesprochen, wenn es darum ging, die Zukunft zu planen. Das soll sich ändern.

Studie soll Raumbedarf klären

Die Projektgruppe mit Vertretern der Schulbehörden und des Stadtrates macht jetzt vorwärts und zieht mit der Metron Raumentwicklung AG in Brugg ein spezialisiertes Büro bei, das ihnen aufzeigen soll, wie sie ihren Raumbedarf bis ins Jahr 2030 unter Nutzung aller möglichen Synergien abdecken können. Die Frage heisst also: Was müssen wir allenfalls vor Ort noch bauen, wenn wir die vorhandenen Turnhallen, Parkplätze, Musikschulräume oder Kinderbetreuungsangebote gemeinsam nutzen? Dabei sollen auch die Bedürfnisse von Privatschulen wie der SBW sowie die Sportanlagen am See und das Eissportzentrum in die Überlegungen einbezogen werden.

Der geplante Ersatzneubau Weitenzelg der Sekundarschule stehe «vollumfänglich im Einklang mit der Campus-Idee», betont die Projektgruppe. Das Gebäude ordne sich optimal in die baulichen Strukturen der benachbarten Kantonsschule ein, und es würden auch keine Räumlichkeiten mit Synergiepotenzial zu anderen Schulen realisiert.

Resultate liegen im Herbst vor

Die Kosten für die Studie belaufen sich auf 37 000 Franken. Die Resultate werden voraussichtlich im kommenden Herbst vorliegen, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. «Danach werden die Schulbehörden und der Stadtrat über das weitere Vorgehen entscheiden», wird Projekt-Koordinatorin Stieger in der Mitteilung zitiert. Angegangen wird dann gegebenenfalls auch die Frage, wie eine Mehrzweckhalle oder andere Neubauten finanziert werden sollen.

Der Campus soll nach Angaben der Projektgruppe ein Ort des Wissensaustausches und des lebenslangen Lernens, der Bewegung und der Begegnungen sein. «Dies soll sowohl funktional wie auch gestalterisch sicht- und erlebbar werden», so Stadtentwicklerin Stieger.

Lernfeld für alle

Die Vertreter von Schulen und Stadt sehen das rund 16 Hektaren grosse Gelände als «alters-, grenzen- und schulstufenüberschreitenden Bildungsraum und Lernfeld für Erwachsene, Einheimische und Vereine an», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Auch für die Wirtschaft soll Platz sein. Eine Mediathek oder Aula könnte von Unternehmen genutzt werden, findet die Projektgruppe. Und es seien vermehrt Bildungsangebote für Erwachsene beziehungsweise Berufstätige denkbar.

Mit Blick auf den kommunalen Richtplan sagt Stadtammann David H. Bon: «Der Bildungs- und Bewegungscampus soll ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt werden.»

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