Campingplatz Uttwil wird saniert

AMRISWIL. 1,2 Millionen Franken will die Stadt Amriswil in die Sanierung des Campingplatzes in Uttwil investieren. Sind die Amriswiler Stimmberechtigten mit diesem Kredit einverstanden, wird in zwei Etappen umgebaut.

Rita Kohn
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Zweite Heimat: Für viele ist der Amriswiler Campingplatz in Uttwil über die Sommermonate ein entspannendes Zuhause. (Bild: Georg Stelzner)

Zweite Heimat: Für viele ist der Amriswiler Campingplatz in Uttwil über die Sommermonate ein entspannendes Zuhause. (Bild: Georg Stelzner)

Die Infrastruktur auf dem Campingplatz der Stadt Amriswil ist veraltet. «Die Materialien sind teilweise in einem Zustand, in dem eine hygienische Reinigung sehr schwierig ist», sagt Stadtrat Stefan Koster, in dessen Ressort der Campingplatz Uttwil mit Strandbad fällt. Über eine Sanierung, insbesondere der sanitären Anlagen, wurde deshalb schon seit längerem diskutiert. Nun liegt ein konkretes Projekt auf dem Tisch.

Dieses sieht vor, nicht nur die sanitären Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen, sondern in einer zweiten Etappe auch den Restaurantbereich zu sanieren. Kosten wird dies alles rund 1,2 Millionen Franken.

Grösse genügt

Bevor die Stadt mit der Projektierung begonnen hat, hat sie abgeklärt, ob die Grösse der vorhandenen Infrastruktur den Bedürfnissen noch angemessen ist.

«Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Anlagen mehr oder weniger genügend gross dimensioniert sind», so Koster. Einzig die Anlage zum Abwaschen wird nach der Sanierung die doppelte Kapazität aufweisen. Neu eingebaut wird ein WC für Behinderte. Eine Selbstverständlichkeit für Stefan Koster. Er steht klar hinter der Vorlage und verweist auf das Alter der vorhandenen Infrastruktur. «In den letzten Jahren wurde hier kaum je etwas gemacht.» Das habe nun einen grossen Nachholbedarf zur Folge, der ins Geld geht. Aber dies wird nicht primär die Steuerzahler belasten.

Höhere Parzellenmiete

750 000 Franken sollen der selbsttragenden Campingrechnung belastet werden. Dies bedeutet, dass die Parzellenmieter künftig tiefer in die Taschen greisen müssen. Mit einem Quadratmeterpreis von 17.50 Franken lag die Miete in der Vergangenheit sehr tief.

«Wird die Rechnung des Campingplatzes mit dem Investitionsanteil von 750 000 Franken belastet, ergibt sich eine Parzellenmiete zwischen 22 und 23 Franken pro m²», heisst es in der Abstimmungsbotschaft. Diese Erhöhung sei den Mieterinnen und Mietern zumutbar, konnten doch diese in den vergangenen Jahren von sehr tiefen Preisen profitieren. Neu soll auch ein Zuschlag für spätere Investitionen auf die Miete geschlagen werden.

Wie hoch die Parzellenmiete letztlich sein wird, will der Stadtrat nach Abschluss der Bauarbeiten und dem Vorliegen der genauen Bauabrechnung festlegen.

Garderoben überflüssig

Kaum mehr genutzt wurden die Garderoben, die an die Platzwartwohnung angegliedert waren. So soll dieser Gebäudeteil neu in einen Aufenthaltsraum umgewandelt werden.

Laut Stefan Koster soll dieser vornehmlich den Campinggästen zur Verfügung stehen, die im Zelt wohnen und auf diese Weise bei einer Schlechtwetterphase die Möglichkeit haben, sich in einem trockenen Bereich aufzuhalten. Garderoben wird es nur noch einige wenige geben.

Problem Liegewiese

Angesprochen wurde bei der Presseinformation auch das Problem mit der Liegewiese, auf der die Boote viel Raum beanspruchen.

Stefan Koster versprach, sich Gedanken über eine Lösung zu machen, da dieses Problem bereits zu einigen Reaktionen geführt hat.