BUSSNANG: Neues Kommando zu Neujahr

Nach elf Jahren an der Spitze der Ortsfeuerwehr tritt Albin Böni Ende Jahr in den Ruhestand. «Der Aufwand für dieses Amt ist nicht zu unterschätzen», sagt er seinem Nachfolger Armin Niederer.

Mario Testa
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Albin Böni übergibt das Kommando der Feuerwehr Bussnang an seinen Nachfolger Armin Niederer. (Bild: Mario Testa)

Albin Böni übergibt das Kommando der Feuerwehr Bussnang an seinen Nachfolger Armin Niederer. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

«Es gab viele bleibende Einsätze», sagt Albin Böni. Rückblickend auf die elf Jahre, während denen er als Kommandant der Feuerwehr Bussnang vorstand, will er jedoch nicht ein einzelnes Ereignis herauspicken, sondern sagt: «Es gab auch solche Einsätze der Feuerwehr, die mir sehr nahe gegangen sind.» Die Arbeit als Feuerwehrkommandant sei fordernd und zeitintensiv. «Es ist ein Nebenjob. Ich habe sehr viel Freizeit, einige Nachtschichten und manchmal sogar Ferien für die Feuerwehr geopfert.» Der Aufwand sei nicht zuletzt aufgrund wachsender administrativer Aufgaben stets etwas grösser geworden. «Mindestens einen Tag pro Woche hab ich für die Feuerwehr gearbeitet.»

Ab dem 1. Januar steht die Feuerwehr Bussnang unter dem Kommando von Armin Niederer. Der 40-jährige Familienvater arbeitet als Werkstattleiter in einer Garage in Tobel und war bislang als Materialwart bei der Feuerwehr Bussnang im Dienst. Laut Gemeindepräsident Ruedi Zbinden war Niederer auch deshalb Wunschkandidat. «Es braucht gute Kenntnisse des vorhandenen Materials und des Gebiets, und dieses Wissen bringt Niederer mit. Für uns ist es ein Glücksfall, dass wir jemanden wie ihn haben, der das Kommando übernimmt.» Und der für die Feuerwehr zuständige Gemeinderat André Kieser ergänzt: «Dank seiner Sozialkompetenz geniesst Niederer auch in der Mannschaft eine grosse Akzeptanz. Das ist eine wichtige und gute Voraussetzung.»

Fliessende Übergabe vor dem Jahreswechsel

Armin Niederer sagt, er sei von mehreren Personen angesprochen worden darauf, die Nachfolge von Albin Böni anzutreten. «Unter anderem hat mich auch der Gemeindepräsident darauf angesprochen. Mich reizt die Aufgabe, da sie sehr interessant ist. Zudem braucht unsere Feuerwehr einfach einen Kommandanten.» Die Übergabe von Böni an Niederer passiert fliessend, seit einigen Wochen schon führt der noch amtierende Kommandant seinen Nachfolger ins Amt ein, offiziell wechselt das Kommando am Jahreswechsel.

Grosse Herausforderungen für die Feuerwehr sieht Albin Böni in der Rekrutierung neuer Mitglieder. «Grundsätzlich haben wir immer einen Kampf, genügend Angehörige für die Feuerwehr zu rekrutieren, aber bis jetzt haben wir den Sollbestand immer erreicht und Abgänge kompensieren können», sagt der 51-jährige Projektleiter bei einer Schreinerei. Das Problem daran, die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Bussnang zur Mitwirkung in der Feuerwehr zu überzeugen, liege vor allem in der Mobilität. «Viele wohnen zwar hier in der Gemeinde, arbeiten jedoch ausserhalb. Bei zu weiten Arbeitswegen geht das mit der Verfügbarkeit bei einem Ereignis nicht auf, deshalb können viele gar keinen Feuerwehrdienst leisten.» Aktuell leisten 65 Personen Dienst bei der Feuerwehr Bussnang.