BUSSNANG: Feiern mit dem Alpenland-Sepp

Seit 20 Jahren dirigiert Roberto Alfarè den Männerchor Bussnang-Rothenhausen. Zum Jubiläum luden die Sänger einen prominenten Freund ein: Sepp Silberberger hatte zufällig ein Wochenende frei.

Daniela Ebinger
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Daniela Ebinger

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@thurgauerzeitung.ch

Die Startglocke erklingt. Das Licht wird gedämpft. Im Saal der Mehrzweckhalle Bussnang wird es ruhig. Alle Gäste schauen gespannt auf die Bühne. Der Vorhang öffnet sich. Doch die ersten Klänge der warmen Stimmen kommen von der Hinterseite des Saals. Gemächlich schreiten die Sänger auf die Bühne und präsentieren ihre ersten zwei Lieder des Unterhaltungsprogramms. Drei Vorführungen zeigten sie am Wochenende ihrem Publikum jeweils im vollen Saal.

Nicht ohne Stolz verkündet Victor Thoma bei der Begrüssung des Ehrengastes Sepp Silberberger. «Eine jahrelange Freundschaft verbindet den Alpenland- Sepp mit unserem Männerchor.» Thoma schätzt Silberbergers Besuche an den Unterhaltungen. «Wenn immer Sepp Zeit findet, kommt er.»

Bereits vor zehn Jahren wirkte Silberberger bei der Unterhaltung mit. Er textete für den Männerchor das Lied «Mini Heimat». «Als echter Schweizer im Herzen und als Österreicher habe ich dieses Lied geschrieben», sagt Silberberger mit einem Schmunzeln. Seit über 22 Jahren wohnt er in Rothenhausen und fühle sich sehr wohl. Einige aus dem Männerchor darf er als seine Nachbarn bezeichnen. Er pflege diese Freundschaft zum Männerchor gerne.

Mit Alphorn, Gartenschlauch, Trompete und Stimme sorgte Silberberger an der diesjährigen Unterhaltung musikalisch, aber auch humoristisch für noch mehr Abwechslung im reichhaltigen Programm. «Ich hatte dieses Wochenende per Zufall frei», sagt er mit einem Zwinkern. Bei einigen wenigen Proben war er mit von der Partie. «Schon da sorgte er mit seinen Witzen für gute Stimmung», sagt Thoma. Der Männerchor übt sein neues Programm seit dem Ende der Sommerferien. «Dieses Jahr legten wir den Fokus auf den musikalischen Teil und führten anschliessend nur ein kleines Theaterstück auf», sagt Thoma.

Eine Überraschung für Dirigent Roberto Alfarè

Der Grund war das Jubiläum von Roberto Alfarè. Der Dirigent leitet den Chor bei der diesjährigen Unterhaltung bereits zum 20.Mal. «Roberto versteht es, die Männer immer wieder von neuem zu motivieren», sagt Thoma bei der Begrüssung.

Nebst dem Männerchor dirigiert er den Gospel- und den Kirchenchor Neuhausen am Rheinfall. Als Überraschung für Alfarè traten beide Gruppen auf. Für Alfarè ist Musik und Singen Leidenschaft und Lebensfreude pur. Er mag das freundschaftliche Klima im Männerchor. «Die Altersdurchmischung ist äusserst bereichernd», sagt Alfarè. Das älteste Mitglied ist bereits 80: Helmut Neuenschwander aus Puppikon singt seit 58 Jahren beim Männerchor Bussnang-Rothenhausen. «Das Singen und die Freundschaften bringen Abwechslung in meinen Alltag.»