BUSSNANG: Erfolgreiche Unternehmer stehen früh auf

150 Gäste haben am Sonntagmorgen am Unternehmerapéro der Gemeinde teilgenommen. Der Anlass fand in der Biobäckerei in Lanterswil statt. Geschäftsführerin Anna Lehmann präsentierte ihre Ausbaupläne.

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Biobäckerei-Geschäftsführerin Anna Lehmann und Gemeindepräsident Ruedi Zbinden sprechen am Unternehmerapéro. (Bild: Christof Lampart)

Biobäckerei-Geschäftsführerin Anna Lehmann und Gemeindepräsident Ruedi Zbinden sprechen am Unternehmerapéro. (Bild: Christof Lampart)

Der Bussnanger Unternehmer­apéro bringt Bauern und Geschäftsführer zusammen. 150 Gäste haben am Brunch um 8 Uhr am Sonntagmorgen in der Bio­bäckerei Lehmann in Lanterswil teilgenommen. Im eigens für diesen Anlass aufgestellten Festzelt informierte Gastgeberin und Geschäftsführerin Anna Lehmann über ihre Ausbaupläne für die Bäckerei. «Geht alles glatt, so werden wir im nächsten Jahr unseren Betrieb ausbauen.» Just an dem Ort, wo das Festzelt stehe, sei ein Neubau der Bäckerei geplant, sagte Lehmann.

«Wir sind in den über 40 Jahren unseres Bestehens jedes Jahr ein wenig gewachsen, so dass wir in vielen Bereichen an unsere Grenzen stossen – einerseits wegen der Grösse, andererseits auch, weil es immer mehr Vorschriften gibt, die eingehalten werden müssen», sagte Lehmann. Dass man weiterhin auf den Standort Lanterswil setzt, ist für Anna Lehmann eine Selbstverständlichkeit: «Wir wollen das stärken, was heute schon gut ist.»

Gleich viele Arbeitsplätze wie Einwohner

Bussnangs Gemeindepräsident Ruedi Zbinden freute sich über Lehmanns Bekanntgabe. Dies sei ein gutes Zeichen für die lokale Wirtschaft und Bussnang ganz im Besonderen. «Wir haben in der Gemeindeverwaltung schon die Vorprojekte gesehen und sind gespannt, wann das Baugesuch bei uns eintrifft», sagte Zbinden. Bussnang könne somit seine Stellung als «Gemeinde mit Zug» erneut unter Beweis stellen. «Wir sind wohl die einzige Gemeinde, die gleich viele Arbeitsplätze wie Einwohner hat», sagte Zbinden. Allein die Biobäckerei beschäftigt über 50 Mitarbeiter, darunter auch solche, welche es im ersten Arbeitsmarkt schwer hätten, sofort Fuss zu fassen.

Auf das Thema der Integration und Reintegration in den Arbeitsmarkt kam Manuela Schibli, Abteilungsleiterin der IV-Stelle des Kantons Thurgau, zu sprechen. Es sei wichtig, dass die Wirtschaft offen dafür sei, Menschen mit einem psychischen oder physischen Handicap eine Chance zu geben. Dabei komme auch dem Zeitfaktor eine grosse Bedeutung zu, denn je länger eine Person der Arbeit fernbliebe, desto schwieriger werde die Wiedereingliederung. «Es ist unser grosses Anliegen, für diese Menschen eine neue Zukunft zu schaffen. Dafür muss aber das Zusammenspiel von allen Beteiligten stimmen – von den Betroffenen, ihrem Umfeld, den Ärzten, den Arbeitgebern und der IV; dann können wir gemeinsam Erfolg haben», sagte Schibli.

Christof Lampart

weinfelden@thurgauerzeitung.ch