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BUSSNANG: Altlasten beschäftigen mehr als das Minus

An der Rechnungsversammlung der Politischen Gemeinde Bussnang hat der Souverän die Rechnung mit einem Verlust von über einer halben Million Franken bewilligt. Der Gemeinderat muss jedoch beim Kostenverteiler für Analysen der Böden über die Bücher.
Mario Testa
Gemeindepräsident Ruedi Zbinden stimmt mit der Versammlung ab. (Bild: Mario Testa)

Gemeindepräsident Ruedi Zbinden stimmt mit der Versammlung ab. (Bild: Mario Testa)

BUSSNANG. Bussnang hat finanziell ein schwieriges Jahr hinter sich. Während sich rundum Gemeinden über unerwartet hohe Überschüsse freuen, muss Bussnang einen Rückschlag von über einer halben Million Franken hinnehmen (siehe Kasten). Trotzdem bewilligen die 75 anwesenden Stimmbürger die Rechnung an der Versammlung vom Montagabend einstimmig. Diskussionslos akzeptieren sie auch, dass der Fehlbetrag aus dem Eigenkapital beglichen wird, das damit von 3,89 auf 3,34 Millionen Franken zurückgeht.

Kirche darf das Erbe antreten

Mehr zu reden gibt das Kaufsrecht für die Liegenschaft des verstorbenen Albin De Boni. Er hatte der Gemeinde im Jahr 2007 ein Kaufsrecht für das Grundstück bei der katholischen Kirche eingeräumt, sich später aber dazu entschlossen, das Grundstück der Kirche zu vermachen. Der Gemeinderat beantragte deshalb, auf das Kaufsrecht zu verzichten und so den letzten Willen von Albin De Boni zu respektieren. «Die katholische Kirche Bussnang würde das Erbe gern antreten», sagte Ursula Fust, Vizepräsidentin der Kirchgemeinde, zu den Anwesenden. Mit einer Gegenstimme folgten die Stimmbürger dem Antrag des Gemeinderats und verzichteten auf den Kauf der Liegenschaft für 590 000 Franken. «Wir wollen mit der Kirche wieder über ein unübertragbares Kaufsrecht für die Gemeinde verhandeln», sagt Gemeindepräsident Ruedi Zbinden. «Die Liegenschaft soll in öffentlicher Hand bleiben, auch wenn sie mal verkauft würde.»

Bauer Hans Engeli hat Erfolg

Zum Schluss der Versammlung wendet sich Bauer Hans Engeli an die Versammlung. Auf seinem Land seien vom Kanton angeordnete Altlastenuntersuchungen durchgeführt worden. «Jetzt soll ich zehn Prozent dieser Kosten übernehmen, obwohl die Altlasten die Allgemeinheit verursacht hat mit ihren Deponien bis in die 1970er-Jahre.» Er sei nicht gewillt, diese Rechnung zu bezahlen, und fordert in einem Antrag, dass die Gemeinde für die Kosten aller Altlastenuntersuchungen vollumfänglich aufkommt und so die Landbesitzer von ihrem Beitrag befreit.

Nach intensiven Diskussionen genehmigt der Souverän Engelis Antrag knapp mit 25 zu 23 Stimmen. Der Gemeinderat muss nun bis zu einer der nächsten Versammlungen über Engelis Antrag diskutieren und einen Lösungsvorschlag präsentieren.

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