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Bundesgericht ebnet den Weg

MÜNSTERLINGEN. Der Neubau des Herz-Neuro-Zentrums Bodensee beim Spital Münsterlingen hat eine wichtige Hürde genommen. Das Bundesgericht in Lausanne weist die Beschwerde gegen die Umzonung ab. Nächster Schritt ist das Baugesuch.
Urs Brüschweiler
Hier soll einst gebaut werden: Der Neubau des Herz-Neuro-Zentrums Bodensee ist südöstlich des Kantonsspital Münsterlingen geplant. (Bild: Reto Martin)

Hier soll einst gebaut werden: Der Neubau des Herz-Neuro-Zentrums Bodensee ist südöstlich des Kantonsspital Münsterlingen geplant. (Bild: Reto Martin)

Etwa zwei Jahre Verzögerung haben die Einsprachen, Rekurse und Beschwerden dem Grossprojekt eingebrockt. Doch nach dem Entscheid des Bundesgerichts kann es nun endlich weitergehen. Im Januar 2011 hatte die Münsterlinger Gemeindeversammlung zwar nach Diskussionen, aber am Ende mit nur drei Gegenstimmen einer Umzonung für das Herz-Neuro-Zentrum Bodensee zugestimmt. Die Klinik plant von der Weinbergstrasse in Kreuzlingen in einen 45 bis 50 Millionen Franken teuren Neubau beim Kantonsspital Münsterlingen umzuziehen. Ein Einsprecher, welchem Verbindungen zum aktuellen Vermieter des Herz-Neuro-Zentrums nachgesagt werden (unsere Zeitung berichtete), wollte dies jedoch mit dem Gang durch alle Instanzen verhindern. Letztlich ohne Erfolg. Denn nach dem Münsterlinger Gemeinderat, dem Departement für Bau und Umwelt, dem kantonalen Verwaltungsgericht wies ihn nun auch das Bundesgericht in Lausanne ab.

Ein gravierender Schaden

Nun ist also der Weg frei für das Herz-Neuro-Zentrum Bodensee, ein Baugesuch einzureichen. «Mit diesem Entscheid sind wir bei der Realisierung dieses bedeutenden Projektes einen grossen Schritt weitergekommen», sagt Martin Costa. Er ist Delegierter des Verwaltungsrats und CEO der CHC Holding AG, zu welcher das Herz-Neuro-Zentrum gehört. Nun solle es schnellstmöglich weitergehen. «Die Verspätung bedeutet für das Unternehmen einen gravierenden Schaden», sagt Costa. Allerdings hätten die zwei Jahre Verzögerung keine unmittelbaren negativen Auswirkungen auf das Projekt. Die Absicht, den Neubau zu realisieren, und das Engagement aller Beteiligten, dieses bedeutende und in der Nordostschweiz einmalige Vorhaben voranzutreiben, hätten sich nicht geändert. «Die Enttäuschung über die Einsprache war sicher gross, umso grösser ist jetzt die Freude, dass es weitergehen kann», sagt Costa. Wie der aktualisierte Zeitplan nun aussieht, dazu möchte der CEO lieber nicht ins Detail gehen und belässt es bei: «So schnell wie möglich.» Man sei in der Zwischenzeit aber nicht untätig gewesen und habe das Projekt weiter optimiert.

Endlich Klarheit

Der Münsterlinger Gemeindeammann René Walther ist froh, dass nach dem langen juristischen Prozess nun endlich Klarheit besteht. Die nötige Umzonung für den Neubau des Herz-Neuro-Zentrums lag in der Entscheidungshoheit der Gemeinde, weshalb Münsterlingen bei den Gerichten stets Partei war. «Wir haben den Entscheid sachlich zur Kenntnis genommen. Es war ein normales Rechtsverfahren, in dem wir unseren Teil gemacht haben.» Im Sinne der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Projekts für die gesundheitspolitische Entwicklung der Region sei es auch wichtig, dass es nun weitergehen könne. Ein Baugesuch des Herz-Neuro-Zentrums werde man mit der genau gleichen Sorgfalt behandeln, wie man sie bis jetzt schon an den Tag gelegt habe, sagt Walther auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dass ein solches wiederum durch Einsprachen verzögert werden könnte.

Neubau ist in Plänen verankert

Auch bei der Gemeinde Münsterlingen haben sich in den zwei Jahren die Absichten nicht verändert. «Wir haben den Neubau immer in die übergeordnete Planung mit einbezogen.»

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