Bundesfeier: Stadt Arbon klinkt sich finanziell aus

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Arbon Bis anhin hat die Stadt jeweils die Durchführung der Bundesfeier auf dem Hafendamm an den Verkehrsverein und das Infocenter delegiert. Nach der Namensänderung liegt die Organisation in den Händen von Arbon Tourismus (AT). Die Stadt pflegte sich an den Kosten zu beteiligen.

Vielerorts tragen die Gemeinden nicht nur die Kosten, sondern treten selber auch als Veranstalter auf. Künftig wird es nicht mehr so sein, dass die Stadt einen Obolus leistet. Sie wolle sich «aus der Finanzierung der 1.-August-Feier zurückziehen», setzte Arbon Tourismus verschiedene mit dem See und dem Wassersport verbundene Vereine von dieser Tatsache in Kenntnis.

Der Rückzug der Stadt bedeutet, dass vom Blumenschmuck fürs Rednerpult, der Bereitstellung des Zeltes und der Akustikanlage bis zur Verpflegung der Musikanten andere aufzukommen haben. Jetzt soll es also Arbon Tourismus ohne finanziellen Support richten. So präsentiere sich die Ausgangslage, sagt AT-Präsident Kaspar Hug, der sich vom Ausstieg der Stadt nicht eben erfreut zeigte. Er will nun die Vereine ins Boot holen – Yachtclub, SLRG, Marsvereinigung, Sportfischerverein, SBM Motorbootclub – und die Bundesfeier am Dienstag mit einem Hafenfest das Wochenende davor (Freitag, 28., bis Sonntag, 30. Juli) kombinieren.

So könnte die Infrastruktur gemeinsam genutzt werden. Die Idee wäre, dass die Vereine eigenständig als Hafenfest-Veranstalter auftreten. Arbon Tourismus würde, so Kaspar Hug, «die guten Dienste zur Verfügung stellen und als Anlaufstelle funktionieren».

Die erwirtschafteten Einnahmen sowohl am Hafenfest wie auch an der Bundesfeier gingen nach Hugs Konzept in die Kassen der Vereine. Diese hätten im Gegenzug die Infrastruktur bereitzustellen und dafür aufzukommen. Spezifische Kosten, die bei der Ausrichtung der Bundesfeier anfallen, gingen zu Lasten von Arbon Tourismus. Noch ist nichts im Trockenen. Laut Hug stehen erst noch Gespräche an. (me)