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BÜRGLEN: Zum Anbeissen

Michael Götsch hat aus seiner Leidenschaft ein Nebenjob gemacht. Er backt Cookies nach den Wünschen der Kundschaft. So entstehen Variationen mit Raffaelo oder Gummibärli.
Hannelore Bruderer
Michael Götsch und Tochter Leandra testen ihre Cookies gleich selbst. (Bild: Hannelore Bruderer)

Michael Götsch und Tochter Leandra testen ihre Cookies gleich selbst. (Bild: Hannelore Bruderer)

Hannelore Bruderer

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

Aus Jux wurden Cookies – und ein sehr zeitaufwendiges Hobby. Seit August backt Michael Götsch in seiner Freizeit Cookies nach den individuellen Geschmackswünschen seiner Kunden. Die Idee dazu ist in einer Diskussion entstanden und liess ihn nicht mehr los. «Mach es zu deinem Hobby», rieten ihm seine Frau und auch Bekannte im Sommer.

Michael Götsch plante und gestaltete seine Webseite, machte sich Gedanken zur Verpackung und stand vor allem viel in der Küche, um verschiedene Kreationen seiner Cookies auszutesten. «Je nach Zutat verändert sich der Grundteig. Eine dunkle, kakaohaltige Schokolade gibt ein ganz anderes Resultat als eine Milchschokolade mit Pralinenfüllung», erklärt er. Es brauchte einige Versuche, bis die Cookies in Form, Konsistenz und Geschmack die richtige Qualität hatten. Um zu erfahren, ob anderen seine Cookies auch so gut schmeckten wie ihm selbst, seiner Frau und ihren drei Kindern, gab er sie Bauarbeitern auf dem Nachbargrundstück zum Probieren. Ebenso lud er Passanten vor seinem Haus zur Cookie-Degustation ein.

Der erste grosse Auftrag

Schon als Kind hatte Michael Götsch gerne gebacken. Als Jugendlicher entschied er sich dann aber gegen eine Bäckerlehre, nachdem er festgestellt hatte, dass das frühe Aufstehen nicht so sein Ding ist. Er wurde Primarlehrer. Heute arbeitet er vollamtlich als Schulleiter. Zeit für «Mein Cookie» nimmt er sich meist abends, manchmal auch am Wochenende. Seine Schulleitertätigkeit bescherte dem 35-Jährigen auch den ersten grossen Auftrag. «Der Präsident des Thurgauer Schulleiterverbands bestellte für die Generalversammlung gleich zwanzig Dosen Cookies», sagt Götsch. Fast alle bisher rund neunzig Aufträge sind über Empfehlungen von Bekannten und zufriedenen Kunden erfolgt.

Da die Geschmäcker verschieden sind, steht Michael Götsch immer wieder vor neuen Herausforderungen. Zum Beispiel bei Cookies ohne Schokolade. Kurzerhand produzierte er eine Version mit Raffaelo und eine mit Gummibärchen. Bestellen kann man die Cookies in einer wiederverwertbaren Blechdose über die Webseite. Trotz des Anfangserfolgs wird «Mein Cookie» für Götsch ein Hobby bleiben und so werden die Kekse Tochter Leandras Traum vom eigenen Reiterhof wohl nicht Wirklichkeit werden lassen. «Aber ab und zu für eine Reitstunde wird es sicher reichen.»

www.meincookie.ch

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