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BÜRGLEN: Volksfest auf dem Schlossplatz

Im gestrigen «Donnschtig-Jass» präsentierte sich die Gastgebergemeinde von ihrer besten Seite. Rund 2500 Besucher sorgten nach verhaltener Vorprobe für sehr gute Stimmung in der Live-TV-Sendung.
Mario Testa
Mit der untergehenden Sonne beginnt die TV-Sendung mit Kariem Hussein, Roman Kilchsperger und Semino Rossi vor der Kulisse des Schlosses Bürglen. (Bild: Donato Caspari)

Mit der untergehenden Sonne beginnt die TV-Sendung mit Kariem Hussein, Roman Kilchsperger und Semino Rossi vor der Kulisse des Schlosses Bürglen. (Bild: Donato Caspari)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Mit einem Lichtermeer aus dem Schlosshof ging es zu Ende. Zum Abschluss des «Donnschtig-Jass» entzündeten die rund 2500 Besucher gestern ihre Wunderkerzen und schunkelten zum Gesang von Semino Rossi. Zufriedene Gesichter, wohin man schaute. Bei den Kameramännern, der Aufnahmeleitung, Stargast Kariem Hussein und den Moderatoren Roman Kilchsperger und Reto Scherrer. Bei bestem Wetter und getragen von einem begeisterten Publikum lieferten die beiden eine tolle Show ab in Bürglen zum Ende der diesjährigen «Donnschtig-Jass»-Saison.

Schon sieben Stunden früher sassen die ersten Gäste auf den rund 300 Festbankgarnituren, die die Helfer der Bürgler Vereine in den vergangenen Tagen aufgestellt hatten. Unter der gleissenden Sonne oder auf den raren Schattenplätzen verfolgten sie die Proben für die abendliche Fernsehsendung. Auch für den Bürgler OK-Präsident Sacha Thür ein Moment der Entspannung. «Ich bin überglücklich, alles passt – gleichzeitig herrscht jetzt, da unsere Arbeit durch ist, eine grosse Leere in mir», sagt er.

Stimmung anheizen mit Sticheleien gegen Zürcher

Als sich die Festbänke langsam füllen und sich die Probe dem Ende zuneigt, stellt Roman Kilchs­perger konsterniert fest: «Hier herrscht eine einschläfernde Altersheimstimmung.» Lokalmatador Reto Scherrer schafft es dann aber, das Publikum vor der Sendung mit Sticheleien gegen den Zürcher Kollegen anzuheizen. Aufnahmeleiterin Evelyne Bähler instruiert noch das Publikum. «Alli abhocke, nüm ume­laufe während dä Sendig», sagt sie mehrmals – schlussendlich halten sich dann doch nicht alle daran, als die Bilder aus Bürglen wenig später live über die Bildschirme im Land flimmern. Mehrere Sicherheitsleute des Fernsehens sind unermüdlich damit beschäftigt, die säumigen Gäste zur Seite zu bugsieren, wenn der Kameramann rückwärts durch die engen Stuhlreihen dahergelaufen kommt oder die Kamera am langen Kran knapp über die Köpfe der Zuschauer schwebt. Nur das Servicepersonal und die Bürgler Schüler, die fürs Abräumen der Flaschen und Becher verantwortlich sind, dürfen noch umherschwirren. Sie haben viel zu tun.

Kilchspergers Befürchtungen lösen sich in Luft auf, die Stimmung ist sehr gut, als es ernst gilt. Still wird es nur, wenn im runden Zelt jeweils gejasst wird. «Läck, hät dä vill Trümpf», murmelt einer beim Anblick der Karten des Telefonjassers, «Worum git er jetzt nöd s Ass?», ein anderer. Die Spannung ist hoch, alle blicken auf die Monitore. Zum Ende obsiegen die Aargauer aus Klingnau – sie werden ihr Volksfest nächsten Sommer haben.

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