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BÜRGLEN: Jugi in Gefahr

Der Jugendriege des Turnvereins Bürglen mangelt es an Leitern. Wird bis im Sommer niemand für diese Tätigkeit in der Nachwuchsarbeit gefunden, ist der Fortbestand der Riege in der heutigen Form gefährdet.
Hannelore Bruderer
Deborah Raschle ist technische Leiterin der Jugendriege Bürglen und sucht einen Nachfolger. (Bild: Hannelore Bruderer)

Deborah Raschle ist technische Leiterin der Jugendriege Bürglen und sucht einen Nachfolger. (Bild: Hannelore Bruderer)

Hannelore Bruderer

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

Von Matte zu Matte hüpfen. Trampolin springen oder doch lieber Völkerball spielen? Jeden Dienstagabend turnen, spielen und jauchzen die Kinder der Jugendriege Bürglen in der Turnhalle. Die Jugi, wie sie umgangssprachlich genannt wird, ist tolle Abwechslung zum Schulalltag für die Kinder. Doch eine personelle Lücke dämpft die Freude über den wöchentlichen Sportanlass.

Sie hätten schon alles versucht, um einen neuen Leiter oder eine neue Leiterin für die Jugendriege Bürglen zu finden, sagt Deborah Raschle, die technische Leiterin der Jugi Bürglen. Zusammen mit Stefan Pretali hat sie Vereinsmitglieder, Angehörige und die Eltern der Jugi-Kinder angefragt, Flyer verteilt, in Läden Plakate abgegeben, die Vakanz in Facebook bekanntgemacht und Anfang Jahr die Gemeinde um einen Aufruf in ihrem Publikationsorgan gebeten.

Ein gefragtes Angebot

«Es scheint, dass niemand bereit ist, sich für rund zwei Stunden in der Woche gegen ein bescheidenes Entgelt für die Jugend zu engagieren. Das bedaure ich sehr», sagt Deborah Raschle. Und ohne neue Leiter oder Leiterinnen wird es für die Jugendriege Bürglen eng, obwohl sie gut besucht und das Angebot geschätzt wird.

Die kleine Jugi für Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse wird von jeweils 25 bis 30 Kindern besucht. Trainingszeiten sind dienstags von 18 bis 19.30 Uhr. «Die Kleinen brauchen mehr Aufmerksamkeit und auch aus Sicherheitsgründen müssen bei diesen Lektionen immer zwei Leiter anwesend sein.»

Jemand, der diese Aufgabe übernehmen möchte, müsse vor allem Freude am Umgang mit Kindern haben. Turnerisch müsse man auf dieser Stufe nicht allzu begabt sein. Das Angebot der grossen Jugi richtet sich an Kinder ab der fünften Klasse. Rund zehn bis 15 Jugendliche machen dort mit. Sie trainieren freitags von 18.30 bis 20 Uhr. «Die grosse Jugendriege ist immer etwas schwächer besucht. In diesem Alter entscheiden sich viele Jugendliche für spezielle Sportarten wie Unihockey und Fussball», erklärt die technische Leiterin der Jugi Bürglen.

Wer beim Turnen bleibt, tritt später oft in die Riege der Aktiven des Turnvereins Bürglen ein. Nebst den Turnstunden sind der Jugi-Turntag und der Spieltag besondere Ereignisse, auf die sich die Kinder und Jugendlichen riesig freuen. Findet eine Unterhaltung der Turnerriegen statt, sind die Kleinen ebenso Teil der Vorstellung.

Rücktritte stehen bevor

Deborah Raschle war bis im vergangenen Jahr selber Leiterin der Jugendriege. Sie ist aus beruflichen Gründen weggezogen und konnte das Pensum deshalb nicht mehr übernehmen. Nebst ihr hat auch Vera Oswald berufliche Pläne, die sich nicht mit der Leiterfunktion vereinbaren lassen und auch die langjährige Jugi-Leiterin Katja Gähwiler denkt ans Aufhören. «Damit wir die Jugi in diesem Rahmen weiterführen können, müssen wir bis spätestens im Sommer geeignete Leiterpersonen gefunden haben, die diese Aufgabe übernehmen wollen», sagt Deborah Raschle. Zwar sei die monetäre Entschädigung klein, die Freude, die man den Kindern als Jugileiter machen könne, wiege dies jedoch auf, ist sie überzeugt.

Das Amt bringe auch weitere Vorteile. Für Personen, die am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen, macht es sich gut, wenn eine solche Tätigkeit im Lebenslauf aufgeführt ist. Zudem lernt man Planen und Führen, ferner können Leiterinnen und Leiter des Turnvereins Jugend und Sport (J+S) Weiterbildungskurse besuchen. «Während meiner Ausbildung zur Kindergärtnerin habe ich persönlich viel von meiner Zeit als Jugileiterin profitieren können», sagt Deborah Raschle.

Obwohl sie aus Bürglen weggezogen ist, bleibt Raschle dem hiesigen Turnverein treu. «In einem Verein fühlt man sich geborgen. Es entstehen neue Freundschaften ausserhalb des gewohnten Umfelds», nennt sie einen weiteren Punkt, der dafür spricht, dass Eltern ihre Kinder mit dem Angebot der Jugi bekanntmachen sollten. Mit ihrem Aufruf in den Medien hoffen die Verantwortlichen nun, dass es mit dem Zuwachs in ihrem Leiterteam doch noch klappt. Interessierte können sich telefonisch oder per E-Mail bei Deborah Raschle melden.

Hinweis

079 124 13 51

deborahraschle94@gmail.com

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