Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BÜRGLEN: Fliessender Übergang

Seit 29 Jahren pflegt Edith del Priore im Coiffeursalon Nina die Haare ihrer Kundschaft. Nun wird sie pensioniert und übergibt das Geschäft Ende Monat an Manuela Huber.
Hannelore Bruderer
Edith del Priore und Manuela Huber vor dem Coiffeursalon Nina. (Bild: Hannelore Bruderer)

Edith del Priore und Manuela Huber vor dem Coiffeursalon Nina. (Bild: Hannelore Bruderer)

Hannelore Bruderer

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

«Bye, bye Edith – Hello Manuela» künden die gelben Smileys in den Schaufenstern des Coiffeursalons Nina den bevorstehenden Besitzerwechsel an. Die Smileys seien eine Überraschung ihrer Dekorateurin gewesen, sagt Edith del Priore, die Inhaberin des Salons an der Weinfelderstrasse 11. «Ich habe mich sehr gefreut darüber, gleichzeitig musste ich auch einige Tränen verdrücken, denn da ist mir so richtig bewusst geworden, dass der Abschied von meinem Berufsleben immer näher rückt.»

Dass sie den Coiffeurberuf ergriffen hat, hat Edith del Priore nie bereut. «Es ist ein toller Beruf, bei dem das Resultat der Arbeit sofort sichtbar ist und eine Rückmeldung unmittelbar erfolgt», sagt sie. Ihr Umfeld sei allerdings wenig begeistert gewesen, als sie als Schülerin ihren Berufswunsch geäussert hätte, erinnert sie sich. «Coiffeusen hatten damals keinen guten Ruf. Und da ich gute Schulnoten hatte, sahen mich Eltern und Lehrer lieber in anderen Branchen.» Sie setzte sich dann aber durch, machte eine Lehre und führte bereits in Weinfelden ein Geschäft, bevor sie vor 29 Jahren den Salon Nina in Bürglen übernahm.

Von Mettlen nach Bürglen

Dass Manuela Huber den Salon weiterführen wird, sei ein Glücksfall, sagt Edith del Priore. Manuela Huber übernimmt von ihrer Vorgängerin die Kundenkartei, spezielle Rezepte, Pflegeprodukte und die Einrichtung. Die 54-Jährige führt seit 17 Jahren ein eigenes Geschäft in Mettlen. Da dort nach ihrem Weggang keine Nachfolge in Sicht ist, rechnet sie damit, dass ihr einige ihrer Stammkunden nach Bürglen folgen werden. Coiffeuse war und ist auch für Manuela Huber ein Traumberuf. «Bereits als Kind wollte ich das machen, so sehr, dass ich das Schnuppern in anderen Berufen gleich ausgelassen habe.» Auf ihr neues Umfeld freut sie sich. Denn nicht nur, weil sie mit ihrer Familie in Bürglen wohnt, kennt Manuela Huber den Coiffeursalon Nina gut. «Als unsere Kinder klein waren, habe ich einen Nachmittag in der Woche bei Edith gearbeitet», sagt sie. Als sie dann erfuhr, dass der Salon verkauft werden soll, zeigte sie sofort Interesse.

Einen Unterbruch wird es für die Kunden nicht geben, grosse Änderungen auch nicht. «Ich werde das Geschäft im gleichen Rahmen und erst einmal alleine weiterführen», sagt Huber. «Mir ist wichtig, dass der Name ‹Nina› bleibt, den viele Leute kennen.» Während Manuela Huber Damen, Herren und Kindern ab dem 3. April ihre Frisurenwünsche erfüllt, beginnt für Edith del Priore ein neuer Lebensabschnitt mit mehr Zeit für ihre Familie.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.