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BÜRGLEN: Emotionaler Schlusston in der Kirche

Im Gottesdienst vom Sonntagnachmittag hat die evangelische Kirchgemeinde ihren Pfarrer Sebastian Zebe verabschiedet. Er war sechs Jahre lang im Amt.
Pfarrer Sebastian Zebe spielt am Abschiedsgottesdienst mit dem Saxofon in der Rise-up-Band. (Bild: Monika Wick)

Pfarrer Sebastian Zebe spielt am Abschiedsgottesdienst mit dem Saxofon in der Rise-up-Band. (Bild: Monika Wick)

Freude und Trauer liegen sehr nahe beisammen. Das zeigte auch der Gottesdienst, der am Sonntagnachmittag zu Ehren von Sebastian Zebe gefeiert wurde. Der Pfarrer verlässt Ende Monat nach sechs Jahren die Evangelische Kirchgemeinde. Das Gefühl der Zerrissenheit ist auch bei Kirchenpräsidentin Irene Bösiger zu spüren. «Ich freue mich, dass ihr alle da seid. Ich freue mich aber nicht, dass Sebastian geht», sagt sie in ihren Begrüssungsworten. Sie spricht damit vielen Gottesdienstbesuchern aus der Seele, die sich immer wieder Tränen aus den Augen wischen.

Sebastian Zebe spricht in seiner Predigt über die vergangenen sechs Jahre. «Es ist viel passiert in dieser Zeit», sagt er und spricht damit auch den Tod seiner Frau Regine an. «Die Bürgler haben mich vom ersten Tag an angenommen; nicht nur als Zeremonienmeister, sondern als Mensch und Freund», sagt er. «Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort bei den richtigen Menschen», fügt er sichtlich gerührt hinzu. Irene Bösiger legt ihrer Ansprache das Bild zugrunde, das die Einladung zum Gottesdienst zierte. Sie vergleicht Sebastian Zebe mit dem roten, herzförmigen Ballon, den er darauf in den Himmel steigen lässt. «Und wenn Du einmal aufgepustet werden musst, stehen dir in Bürglen weiterhin viele Türen offen», sagt sie.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Chor Thur-Klang und der Rise-up-Band, in denen auch Sebastian Zebe mitwirkt. Die Sängerinnen und Sänger verabschiedeten ihr Mitglied mit einem inbrünstigen «Bhüet di Gott». Wilfried Bührer, Präsident des Evangelischen Kirchenrats des Kantons Thurgau, sagt in einem kurzen Grusswort: «Herzlichen Dank für deine Arbeit im Rebberg des Herrn.» Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten viele Gäste beim Apéro im Kirchgemeindehaus die Möglichkeit, sich persönlich von Sebastian Zebe zu verabschieden.

Ein Lied zum Umzug an den Zürichsee

Das Engagement von Sebastian Zebe wurde auch von den Kirchbürgern geschätzt. «Er ist ein umgänglicher Pfarrer und ein lieber Mensch. Er wird uns im Chor und als Pfarrer sehr fehlen», sagt stellvertretend die Istighoferin Rosi Brasey.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten überraschte der Thur-Klang mit einem weiteren Lied. Zur Melodie von Reinhard Mey’s «Über den Wolken» sangen sie mit Unterstützung der Gäste: «Bald kommt der Morgen wo Sebastian nach Meilen wegzieht. Auch wenn Du unsre Kirche verlässt, sei gewiss, dass dich niemand vergisst. Alles, was Du dir wünschst, soll geschehn. Tschüss und auf Wiedersehn!»

Monika Wick

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

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