BÜRGLEN: Drei Schlüsselpositionen werden frei

An der Kirchgemeindeversammlung haben die Stimmberechtigten am Sonntag eine Pfarrwahlkommission eingesetzt. Irene Bösiger kündigte zudem ihren Rücktritt an.

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Präsidentin Irene Bösiger kündigt an der Versammlung im Kirchgemeindehaus ihren Rücktritt per Ende 2019 an. (Bild: Rudolf Steiner)

Präsidentin Irene Bösiger kündigt an der Versammlung im Kirchgemeindehaus ihren Rücktritt per Ende 2019 an. (Bild: Rudolf Steiner)

Die ganz dicke Überraschung sparte sich die langjährige Präsidentin Irene Bösiger bis zum Schluss Versammlung auf. «Ich habe mich nach einem längeren inneren Prozess entschlossen, auf Ende Januar 2019 als Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Bürglen zurückzutreten», sagt sie. Nach elf Jahren – acht als Präsidentin – in der Kirchenvorsteherschaft, sei für sie der Zeitpunkt gekommen, neuen Kräften Platz zu machen. «Den idealen Zeitpunkt gibt es nie.»

Zuvor berieten die Stimmberechtigten über den Planungskredit von 27500 Franken für die Aussensanierung des Pfarrhauses und das Budget 2018 (siehe Kasten). Diskussionen gab es beim Planungskredit, der zwei Kirchbürgern zu hoch oder unnötig erschien. So bemängelte die ehemalige Kirchenpräsidentin, dass die Projektierung der Aussensanierung bereits bei der Renovation des Pfarrhauses enthalten gewesen sei und nun wieder vom gleichen, ihrer Ansicht nach zu teuren, Architekten ausgeführt werde. Trotz dieser Kritik wurde der Kredit bei nur sechs Neinstimmen gutgeheissen.

Keine Diskussionen gab es bei der Wahl der elfköpfigen Pfarrwahlkommission. Elf Personen hatte die Kirchenvorsteherschaft (Kivo) vorgeschlagenen und sie alle wurden von den Stimmberechtigten gewählt. Ihre Aufgabe ist die Suche nach einem Nachfolger für den beliebten Pfarrer Sebastian Zebe, der Bürglen Ende April in Richtung Meilen verlässt. Der neuen Pfarrwahlkommission gehören an: Die fünf Kivo-Mitglieder Irene Bösiger, Margrit Gentsch, Annabelle Reuter, Sylviane Götsch und Heinz Kolb. Dazu kommen Mesmerin Vreni Pretali, Chorleiter Thomas Schramm und Aktuarin Daniela Schümperli sowie die drei Kirchbürger Rosalie Kappeler, Géraldine Brenner und Werner Schönholzer.

Als Nachfolgerin für Werner Schönholzer in die Synode gewählt wurde Margrith Gentsch. Ersetzt werden muss auch der nach zehn Jahren zurücktretende Chorleiter Thomas Schramm.

Rudolf Steiner

weinfelden@thurgauerzeitung.ch