Bürglen bürgert ein

Alle neun Einbürgerungsgesuche wurden an der Budgetversammlung in Bürglen gutgeheissen. Deutlich genehmigt wurde auch das Budget.

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bürglen. In neun Gesuchen hatten die 107 Bürgler Stimmberechtigten an der Budgetversammlung über die Einbürgerung von insgesamt 17 Personen zu befinden. Gemeindeammann Armin Eugster machte darauf aufmerksam, dass eine Ablehnung begründet werden müsse.

Heftige Diskussion

Von einer Stimmberechtigten wurde bemängelt, dass die Religionszugehörigkeit nicht aufgeführt sei. Eine Diskussion entbrannte über die Einbürgerung einer vierköpfigen Familie serbisch-montenegrinischer Staatsangehörigkeit. Eine Nachbarin stellte den Antrag, das Gesuch zurückzustellen. Der Mann spreche kaum Deutsch und die Frau sei «sehr dominant». Ein anderer Nachbar der Familie widersprach. Die Familie sei «hochanständig und gut integriert». Allen Gesuchen wurde zugestimmt, zweien allerdings knapp.

Steuerfuss könnte steigen

Einstimmig gutgeheissen wurden das Budget und der unveränderte Steuerfuss von 63 Prozent. Das Budget schliesst mit einem Defizit von 360 880 Franken. Der Fehlbetrag ist durch das Eigenkapital gedeckt. Bei unveränderter Finanzlage sei aber eine Anpassung nicht auszuschliessen, kündete Eugster an. Die Versammlung gab auch grünes Licht für den Ersatz der Kanalisation und der Wasserleitung sowie die Sanierung der Bahnhofstrasse.

Einzeln wurde über folgende Posten abgestimmt: 160 000 Franken für die Erneuerung der Kanalisationsleitung zu Lasten der Abwasserrechnung; 120 000 Franken für die Erneuerung der Wasserleitung; 350 000 Franken für die anschliessende Sanierung. Weiter wurden 100 000 Franken für die Erneuerung der Quellleitung Schönenberg–Reservoir Moos Etappe 2 bewilligt. Zustimmung fanden ausserdem die von der Gemeinde beantragten Tarife der elektrischen Energie. (hb)