BÜRGLEN: Brauchtum auf Leinwand

Emil Frei stellt dieses Wochenende seine Toggenburger und Appenzeller Bilder aus. Darunter sind auch abstraktere Werke.

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Bild: pd

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Der traditionelle Brauchtum der Sennen faszinierte Emil Frei schon von klein auf. In Hemberg aufgewachsen, lernte er das toggenburgische Senntum bereits als Kind kennen. Seit über 40 Jahren hat sich der 69-Jährige nun bereits der Bauernmalerei verschrieben. In seiner aktuellen Ausstellung zeigt der Maler über 80 Werke. Im vergangenen Jahr hat Frei zahlreiche neue Bilder auf Leinwand und Holz gemalt. «Hauptsächlich sind es Appenzeller und Toggenburger Bilder», sagt Frei. Durchbrochen werde die Austellung durch stimmungsvolle Landschaftsbilder und abstrakte Kunstwerke.

Die Details machen den Unterschied

Obwohl Emil Frei hauptsächlich Alpaufzüge malt, ist jedes Bild ein Einzelstück. «Ein Kenner sieht in meinen Bildern, ob es sich um ein Toggenburger oder Appenzeller Senntum handelt», sagt Frei. Dem Maler ist es wichtig, das Brauchtum originalgetreu in seiner Kunst widerzuspiegeln, und er achtet dabei auf jedes Detail. «An den Farben der Bündel der Sennenhütte erkennt man den Unterschied zwischen den beiden Arten zum Beispiel gut», erklärt Frei. Des Weiteren unterscheiden sich natürlich auch die Trachten der Toggenburger von denjenigen der Appenzeller. Der Sauwagen am Ende jedes Alpenaufzuges darf auf den authentischen Bildern von Emil Frei ebenfalls nicht fehlen.

In den vergangenen Jahren wagte sich der Maler auch an modernere Sennenbilder und experimentierte mit verschiedenen Techniken. Dieses Wochenende sind seine neuen, weniger naiven Bilder erstmals zu sehen. «Ich bin sehr auf die Reaktionen der ­Besucher gespannt», sagt Frei. Bereits zum dritten Mal stellt er seine Werke in Bürglen aus. «Es gibt viele Freunde der Toggenburger und Appenzeller Malerei im Thurgau». Die Lage im Herzen des Kantons biete sich deshalb sehr gut an. «Mir geht es nicht in erster Linie darum, meine Bilder zu verkaufen. Ich will viel mehr aufzeigen, dass solche Kunst auch hier anzutreffen ist.»

Iliana Perera

iliana.perera@thurgauerzeitung.ch

Weitere Infos

www.emil-frei.ch