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BÜRGLEN: Alle hoffen aufs Glück

Wenn die Pistolenschützengesellschaft zum Lottomatch lädt, dann füllt sich die Mehrzweckhalle im Nu. Kein Wunder: Der Anlass hat Tradition und die Preise sind attraktiv.
Margrith Pfister-Kübler
Wenn die Zahlen aufgerufen werden, herrscht an den Tischen volle Konzentration. (Bild: Reto Martin)

Wenn die Zahlen aufgerufen werden, herrscht an den Tischen volle Konzentration. (Bild: Reto Martin)

Margrith Pfister-Kübler

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

«Ohne Reservierung braucht es schon Glück, um noch einen Platz zu bekommen», weiss eine Gruppe von Besuchern. Beim Eingang, wo die Spielkarten gekauft werden, herrscht Gedränge. Alles gut gelaunte Leute, quer durch alle Altersstufen. Es ist gemütlich in der herausgeputzten Mehrzweckhalle. Bei den Gewinnen auf der Bühne kommt Weihnachtsstimmung auf. Ruedi Bärlocher, Präsident der Pistolenschützengesellschaft Bürglen und Speaker des Abends verkündet: «Wir haben einen sehr hochwertigen Gabentempel.»

Drei Viertel der Plätze waren bereits übers Internet reserviert. Man spüre den Ehrgeiz der Pistolenschützen, sich als Gastgeber zu profilieren, loben einige jungen Leute. «Lottospieler sind ein Völklein für sich, alles sehr zufriedene Leute», gibt Bärlocher das Lob zurück. Auch Stefan Munz freut sich enorm: «Hier an diesem speziellen Ort, wächst die Lottogemeinschaft besonders zusammen.»

Larissa Blatter aus Weinfelden ist gekommen, um den Verein zu unterstützen. Franziska Sommer aus Kreuzlingen spricht für sich und ihre Freundinnen: «Lotto ist unser Hobby. Und für ein Hobby muss man was ausgeben, dafür hat man das Vergnügen.» Ernsthaft werden Spielkarten ausgesucht. «Die 15. und dann wild drauflos», erklärt Astrid Hugentobler aus Neukirch ihr Vorgehen. Sie macht beim Lottoabend mit, um Zeit mit ihrem Gotti aus Weinfelden zu verbringen. Paul Wehrli aus Erlen wählt Karten mit Zahlen, die ihm schon mal Glück brachten. Bei Therese Macht aus Siegershausen geht es nicht ums Gewinnen, sondern um den Plausch.

Eine Hand zum Legen, eine zum Essen

Das Spiel geht los. Es herrscht eine konzentrierte Atmosphäre. Der Aufrufer auf der Bühne zieht Zahlen und ruft diese übers Mikrofon aus. Jeder, der die ausgerufene Zahl auf seiner Karte hat, bedeckt diese Zahl mit einem farbigen Täfelchen. Dass nur Speisen serviert werden, die man mit einer Hand essen kann, damit die zweite Hand fürs Spiel frei ist, gehört zum Ritual. Spannung liegt in der Luft. Wer volle Reihen belegt hat, ruft «Lotto». Wie im Sport gibt es drei erste Plätze. Bei mehreren «Lotto» der gleichen Anzahl entscheidet eine Auslosung über den Preis. Die einen jubeln «Lotto», die andern raunen «Oje». Der Säntis-Flug geht gleich zu Beginn weg. Dann Doppellotto, die Auslosung entscheidet: Es gibt ein paar Freudentränen bei Joanna Schmid aus Amriswil. Sie gewinnt das Velo. Tränen unterdrücken muss dafür der 12-jährige Jan Müller aus Scherzingen. Ihm bleibt das Waffeleisen.

Die Besucherzahl in Bürglen steigert sich stetig, seit 16 Jahren. Das Datum haftet in den Köpfen: immer zur Umstellung von der Sommerzeit auf die Winterzeit. Die Stunde, die im Frühling geklaut wurde, ist wieder da.

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