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Brot und Spiele

Auch in Weinfelden ist das zurzeit zu beobachten. Die Europameisterschaft bewegt die Massen. Überall wird «public viewing» angeboten. Interessant, wie der Anlass zum kollektiven, gesellschaftlichen Mittelpunkt mutiert.
De Wortmetz

Auch in Weinfelden ist das zurzeit zu beobachten. Die Europameisterschaft bewegt die Massen. Überall wird «public viewing» angeboten. Interessant, wie der Anlass zum kollektiven, gesellschaftlichen Mittelpunkt mutiert. Obwohl nun die Schweizer Nationalmannschaft ausgeschieden ist, kann man keinen Interessenrückgang erkennen. Flugs werden neue Favoriten erkoren und es wird weiter «gefant». Übrigens ist es schon interessant, wie sehr unsere Sprache von verenglischten Ausdrücken unterwandert wird. Wahrscheinlich weil es besser klingt. Nehmen wir nur mal den Ausdruck «public viewing», das tönt dann halt schon eleganter als zum Beispiel «volksglotzen» oder «öffentliches schauen». Der «Fan» tönt auch besser als der «begeisterte Anhänger».

Wie dem auch sei, manchmal hat man das Gefühl, dass die Menschen auf Grossanlässe warten, um endlich ein bisschen dem Alltag entfliehen zu können. Verständlich auch, dass sich regionale Veranstalter ein Scheibchen von dem Milliarden-Geschäft, das solche Anlässe mit sich ziehen, abschneiden. Wenn auch nur ein winziges. Alles in allem gute Zeiten, abgesehen von gewissen Ausschreitungen. Aber auch die gehören dazu, sind leider allzu menschlich.

In diesem Sinne geniesst und konsumiert.

wortmetz@gmx.ch

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