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Bravouröse Leistung

Das Jugendorchester Thurgau gab am Sonntagabend in Romanshorn ein Konzert. Was die jungen Musikerinnen und Musiker mit Griegs Klavierkonzert und Dvoráks «Neunter» boten, war grosse Klasse.
Christof Lampart
Für die Pianistin Arta Arnicane gab es viel Applaus und Blumen. Bild: Christof Lampart

Für die Pianistin Arta Arnicane gab es viel Applaus und Blumen. Bild: Christof Lampart

Edvard Griegs Klavierkonzert in a-Moll und Antonin Dvoráks 9. Sinfonie «Aus der Neuen Welt» gelten sowohl fürs Piano als auch fürs Orchester als romantische Paradestücke. Bekannt und beliebt beim Auditorium, sind sie ein Garant für einen guten Konzertbesuch – und deshalb auch schwer zu spielen. Denn was ein jeder kennt, wird von vielen auch kritisch angehört. Jugend hin, Heimatbonus her. Und das war auch gut so, denn in der evangelischen Kirche galt's nur der Kunst.

Lyrisch und leidenschaftlich

Und dieser wurde am Sonntagabend richtiggehend gehuldigt. Unter der umsichtigen musikalischen Leitung Gabriel Estarellas Pascuals hatte das mit zahlreichen hochbegabten thurgauischen Musikschülern besetzte und durch einige auswärtige Könner ergänzte Orchester genügend Gelegenheit, um eigene Akzente zu setzen. Tatsächlich funktionierte im Grieg'schen Klavierkonzert das Zusammenspiel zwischen Klangkörper und der Klaviervirtuosin Arta Arnicane aufs Beste, zumal die sehr zupackend ans Werk gehende Solistin aus Lettland es ebenso spielerisch wie meisterhaft verstand, ein hohes Mass an Bühnenpräsenz und Spannung aufrechtzuerhalten. Und so lauschte man intensiv dem gelungenen Wechselspiel aus lyrischen und leidenschaftlichen Passagen, dass die Zeit wie im Fluge verging. Hier zielte der Vortrag nicht in erster Linie auf perfekten orchestralen Wohlklang ab, sondern auf die Entstehung und Vermittlung von emotionaler (Klang-)Tiefe. Kein Wunder also, dass das Publikum am Ende des Vortrags Ausdauer bewies und langen Applaus gab. Zwei Zugaben vor der Pause waren der Lohn dafür.

Ein ganz feiner Klang

Nach dem Höhepunkt ist bekanntlich stets vor dem Höhepunkt. Und so überraschte es nicht, dass Antonin Dvoráks 9. Sinfonie in e-Moll «Aus der Neuen Welt» auf dem Programm stand.

Dabei war es wunderbar zu hören, wie schlicht und doch durch und durch konsequent Gabriel Estarellas Pascual das Werk gestaltete. Da war aus dem «Orchestergraben» kein affektiertes Musizieren und schon überhaupt kein unnötiges Forcieren zu vernehmen. Die jungen Musikerinnen und Musiker folgten dabei ihrem Dirigenten höchst aufmerksam und sorgten für einen feinen Klang von fast kammermusikalischer Qualität, der einen entrückt und selig lauschen liess. Selbst dort, wo es durchaus einmal gewaltig zu- und hergeht – wie beispielsweise in den monumentalen Ecksätzen – war eine gewisse Leichtigkeit herauszuspüren; und das war wunderschön.

Und so dürfte es wohl wirklich niemanden im sehr gut besetzten, aber nicht ganz ausverkauften Gotteshaus verwundert haben, dass der Applaus äussert üppig ausfiel.

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