Bravorufe für Jonny Hill

Der 71jährige Sänger wohnt seit 14 Jahren in Weinfelden. Am Freitagabend bedankte er sich mit einem Konzert im «Thurgauerhof» für die Gastfreundschaft.

Esther Simon
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Jonny Hill erfüllt nach dem Konzert Autogrammwünsche. (Bild: Esther Simon)

Jonny Hill erfüllt nach dem Konzert Autogrammwünsche. (Bild: Esther Simon)

WEINFELDEN. Nach einer Tournée mit 20 Konzerten im Osten Deutschlands, kehrte der Countrysänger und Entertainer an den Ort zurück, an dem er seit 14 Jahren zu Hause ist: nach Weinfelden. Schon der Empfang auf der Bühne im «Thurgauerhof» hätte begeisterter nicht ausfallen können: Frauen und Männer jeglichen Alters jubelten dem auch nach 41 Bühnenjahren jugendlich gebliebenen Star zu, noch ehe er den ersten Ton gesungen hatte.

Manche kamen in Wildwestmanier ans Konzert, andere mit einem Teddybären unter dem Arm. Der Song «Ruf Teddybär 1-4» hat Jonny Hill vor 30 Jahren zum Durchbruch verholfen, zehn Millionen Mal hat er die Ballade bisher verkauft.

Zauberhafte Bühnenshow

Begleitet von einer zauberhaften, unaufdringlichen Bühnenshow, sang Jonny Hill an diesem Abend seine bekanntesten Balladen wie «Rosen für Mama» und «Suchst Du Gold»: Witzig und charmant, aber auch ernst und besinnlich. «So schön!», rief eine Frau.

Dabei blieb Jonny Hill mit wenigen Ausnahmen seinem Grundsatz treu, seine Lieder auf Deutsch und nicht auf Englisch zu singen. Liebeserklärungen könne man nur in seiner Muttersprache machen, davon ist der gebürtige Österreicher überzeugt. Jonny Hills Lieder und Balladen passen gut in die Adventszeit. Er singt von Treue und Liebe, von menschlicher Wärme und vom Verstandenwerden.

Hill kam auch am Freitagabend absolut authentisch rüber. Wie er da lässig auf dem Barhocker sass und seine, in Jeans gewandeten, langen Beine schlenkerte, flogen ihm die Herzen nur so zu. 500 Zuhörerinnen und Zuhörer waren im Saal, wie Sepp Silberberger von Silberberger Management aus Rothenhausen sagte.

Dank für die Gastfreundschaft

Zwischen den Liedern erzählte Hill aus seinem Leben, von seiner Zeit in Hamburg, als er entdeckt wurde, von Songs, die er für sich selber und für andere schrieb. Vor allem aber bedankte sich der Entertainer bei den Weinfelderinnen und Weinfeldern für die gute Aufnahme vor 14 Jahren im Dorf und die ihm und seiner Frau, mit der er seit 47 Jahren verheiratet ist, gewährte Gastfreundschaft.

Bis Hill den «Teddybär» sang, musste sich das Publikum allerdings gedulden. Die Ballade erklang erst als eine von vier Zugaben. Zuhörerinnen und Zuhörer dankten dem Star mit tosendem Applaus und Bravorufen. Ihnen war nicht entgangen, dass er ihnen einen Abend lang seine ganze Aufmerksamkeit und Präsenz geschenkt hatte.