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BOTTIGHOFEN: "Man kann sie kaum stoppen"

Zum vierten Mal inszeniert Astrid Keller bei der Zentrumbühne. Das Stück "Altweiberfrühling" basiert auf «Die Herbstzeitlosen». Nach der Premiere zeigt sie sich von ihren Darstellerinnen beeindruckt.
Urs Brüschweiler
Die Hauptdarstellerinnen: Viola Seydel (Hanni), Barbara Kesseli (Martha), Gisela Stern Konrad (Lisi) und Lisa Mattle (Frieda). (Bild: Donato Caspari)

Die Hauptdarstellerinnen: Viola Seydel (Hanni), Barbara Kesseli (Martha), Gisela Stern Konrad (Lisi) und Lisa Mattle (Frieda). (Bild: Donato Caspari)

Frau Keller, wie sind die Premiere und die ersten Vorstellungen von «Altweiberfrühling» gelaufen?
Astrid Keller: Es war einfach super. Ich hätte wirklich nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet. Wir haben im Vorfeld viel gearbeitet, sehr viel Zeit aufgewendet. Nun ist das Resultat da, und die Freude ist gross, dass es beim Publikum gut ankommt.

Wie erlebt eigentlich die Regisseurin eine Premiere?
Immer mit grossem Lampenfieber. Mehr als wenn ich selber spiele, weil ich dem Ablauf ausgeliefert bin und nichts mehr ändern kann. Auch schon sass ich neben meinem Mann Leopold Huber im Publikum und fieberte so fest mit, dass er sagte, er wolle mich nicht mehr leiden sehen. Bei «Altweiberfrühling» sass ich neben Choreografin Sonny Walterspiel. Wir haben uns sehr gefreut über das Gezeigte und es gab für uns nichts zu kritisieren.

Ihre Schauspieler sind Amateure. Wie machen sie sich aus Ihrer Sicht als Profi?
Ich hätte sie gar nicht so gut erwartet. Besonders die vier Damen haben mich beeindruckt. Sie entwickeln ihr Spiel und den Gesang immer weiter und haben grossen Spass dabei. Gisela Stern zum Beispiel hat extra Schweizerdeutsch gelernt, was bekanntlich nicht ganz einfach ist. Sie macht das sehr gut, spielt mutig und frech.

Gibt es Szenen, die beim Publikum speziell gut ankommen?
Eigentlich alle. Die Zuschauer gaben am Ende Standing Ovation. Sie haben natürlich vor allem die vier Damen sofort ins Herz geschlossen. Die beiden «Bösewichte» im Stück, Dorfpfarrer René Walther und Gemeindepräsident Raphael Tanner hatten gar Mühe, gegen das frenetische Klatschen des Publikums anzuspielen, als sie die singenden Damen stoppen wollten.

Hat sich die Auswahl dieses vom Film her sehr bekannten Stücks bewährt?
Wir haben die Adaption noch ziemlich aufgepeppt. Wer nur den Film kennt, wird ziemlich überrascht sein. Inhaltlich geht es aber um die Verwirklichung von Träumen im zweiten Lebensabschnitt. Ein grosses und wichtiges Thema in unserer Gesellschaft, wo die Leute immer älter werden. Es ist natürlich auch mein Thema. Den einen oder anderen animiert das Stück nach dem Schlusssong «Mit 66 Jahren fängt das Leben an» auf dem Nachhauseweg sicher zum Nachdenken.

Sie inszenieren bereits zum vierten Mal für die Zentrumbühne Bottighofen. Wie hat sie sich entwickelt?
Der ganze Stab hat eine enorme Qualität. Hier unterscheiden wir uns sicher von anderen Dorftheatern. Ausser den Schauspielern sind mittlerweile alles Profis am Werk. Das fordert und motiviert die Darsteller. Sie wollen und können sehr viel lernen. Man spürt, dass eine gute Gruppendynamik entstanden ist, die auch auf der Bühne vermittelt wird.

Was wünschen Sie sich für die verbleibenden Vorstellungen?
Dass sie von möglichst vielen Besuchern gesehen werden. Das Gotthelf Musical haben wir etwas gespürt beim Kartenverkauf. Aber jetzt spricht es sich herum und das Ganze kommt ins Laufen.

Noch acht Vorstellungen

Am 29. Dezember feierte die Zentrumbühne Bottighofen Premiere mit «Altweiberfrühling». Im Mittelpunkt des Theaterstücks stehen vier ältere Damen, die einen Dessous-Laden eröffnen möchten. Die Geschichte basiert auf dem Schweizer Kultfilm «Die Herbstzeitlosen». Regisseurin Astrid Keller inszeniert den Stoff als musikalische Komödie mit bekannten Schlagern und Hits, arrangiert von Goran Kovacevic. Weitere Vorstellungen sind am 12., 13., 14., 19., 20., 21., 25. und 26. Januar. Karten gibt es bei Starticket oder bei Kreuzlingen Tourismus. (red)

zentrumbuehne-bottighofen.ch

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