BOTTIGHOFEN: Getrennte Spuren

Der Seeweg ist in einem schlechten Zustand. Die Gemeinde will diesen für 1,7 Millionen Franken sanieren. Die Strasse wird auch breiter, um Fussgänger und Velofahrer zu separieren.

Nicole D'orazio
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Blick in Richtung Münsterlingen: Velofahrer sind auf dem Seeweg unterwegs. (Bild: Reto Martin)

Blick in Richtung Münsterlingen: Velofahrer sind auf dem Seeweg unterwegs. (Bild: Reto Martin)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Immer wieder wird es gefährlich auf dem Seeweg in Bottighofen. Velofahrer, Fussgänger und Autos kommen sich in die Quere, da die Strasse schmal ist. «Das ist mit Abstand der meist befahrene Veloweg in der Schweiz», sagt Gemeindepräsident Urs Siegfried. «Wir haben dort schon ­lange Probleme. Immer wieder wurde der Wunsch nach einer Verbreiterung laut.» An der Gemeindeversammlung vom nächsten Dienstag kommt nun ein Kredit für die Sanierung des Seewegs in der Höhe von 1,7 Millionen Franken zur Abstimmung. Hauptgrund seien die Werkleitungen, die einerseits alt seien, andererseits unter privatem Grund verliefen. «Wir wollen nun alle in die Strasse verlegen. Auch im Zusammenhang mit der regen Bautätigkeit im Gebiet.»

Die Wasserleitung wird auf der ganzen Länge von 470 Metern ersetzt, was 245000 Franken kostet. Die neue Gasversorgung kommt auf 175000 Franken. Die Elektroleitungen stammen teilweise aus den 1960er-Jahren. Sie werden für 435000 Franken ersetzt. Zudem erhält die Strasse eine LED-Beleuchtung. Letztere kostet zusammen mit dem Strassenbau 850000 Franken.

Fussgänger spazieren auf separatem Streifen

«Der Kanton wird 240000 Franken an den Strassenbau zahlen», sagt Siegfried. Der Betrag sei von den 1,7 Millionen Franken abzuziehen. Die Fussgänger und Velofahrer beziehungsweise Autos müssen getrennt werden. «Die Fussgänger erhalten einen zwei Meter breiten Gehstreifen, der im Notfall befahren werden kann», erklärt Siegfried. Dieser werde mit Granitstein gekennzeichnet. Velos und Autos – bei 30 Stundenkilometern – teilen sich einen 3,5 Meter breiten Streifen. Der Seeweg ist dafür teilweise zu schmal. Man verhandle deswegen mit den Landbesitzern, sagt der Gemeindepräsident. Bei der Anwohner-Information sei keine Opposition aufgekommen. «Ich hoffe, dass der Kredit angenommen wird. Es ist viel, aber gut investiertes Geld.» Nach Annahme soll rasch die Baueingabe folgen. «Da wir nur im Winter bauen können, gibt es sicher zwei Etappen. Wir möchten noch Ende Jahr anfangen.»