BOTTIGHOFEN: Gekündigter Schulleiter kommt mit Rekurs durch

Die Personalrekurskommission hat die Beschwerde von Urs Schwarz gutgeheissen. Die Schulbehörde hat das Anstellungsverhältnis nicht korrekt aufgelöst und muss ihm eine Entschädigung zahlen.

Martina Eggenberger Lenz
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Es muss für Urs Schwarz eine Genugtuung sein: Die Kündigung von Ende September 2015 seitens der Behörde der Primarschule Bottighofen war nicht korrekt. Die Personalrekurskommission des Kantons Thurgau hat den Rekurs des ehemaligen Schulleiters gutgeheissen. Dies teilt Urs Schwarz in einem Communiqué mit. Die Kommission habe den Rekurs im September und November 2016 behandelt und habe festgestellt, dass die Kündigung mit Freistellung missbräuchlich erfolgt sei. Die Primarschulbehörde sei verpflichtet worden, Schwarz eine Entschädigung sowie einen Beitrag an dessen Parteikosten zu zahlen. Der Entscheid ist rechtskräftig.

Schule akzeptiert Entscheid der Kommission

Die Personalrekurskommission habe die Kündigung bereits aus formellen Gründen als missbräuchlich beurteilt, weil Schwarz das rechtliche Gehör nicht erteilt worden sei. Weiter habe das Gremium festgestellt, dass die Kündigung «gestützt auf eine erste vorläufige Prüfung» auch sachlich unbegründet erscheine. Die Streitigkeiten würden vor allem darauf basieren, dass die Kompetenzen zwischen der Schulleitung und der Schulbehörde nicht klar abgegrenzt gewesen seien – wofür die Schulbehörde selber verantwortlich sei.

Schulpräsident Michael Thurau erklärt auf Anfrage, die Behörde habe den Entscheid der Kommission zur Kenntnis genommen und akzeptiere diesen. Wie hoch die Entschädigung ist, die man dem geschassten Schulleiter zahlen muss, wollte er nicht sagen. Er betont aber, dass der Schule Bottighofen «kein finanzieller Schaden» entstanden sei. Der Fall sei für ihn nun abgeschlossen. Auf die Frage, ob es auf Grund des Streites mit dem ehemaligen Schulleiter Anpassungen an der Organisationsstruktur gegeben habe, sagt Thurau: «Nein, dafür gibt es auch keine Notwendigkeit.» Urs Schwarz ist da gewiss anderer Meinung. Er hält fest, dass die Trennung von strategischer und operativer Führung zu Diskussionen Anlass gab, «dies zu Unstimmigkeiten führte und dass aus Sicht der Schulleitung Klärungen notwendig sind». Die kantonale Schulaufsicht sei über die Probleme in Bottig­hofen informiert gewesen, habe sich aber passiv verhalten.