BOTTIGHOFEN: Beat Müller setzt sich durch

Drei wollten, nur einer darf: Die Kampfwahl um den freien Gemeinderatssitz ist entschieden. Der Präsident der Männerriege hat das Rennen gemacht.

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Die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang der Ersatzwahl eines Gemeinderatsmitgliedes in Bottighofen war spannend. Zum zweiten Wahlgang traten nämlich alle drei Kandidaten wieder an. Sie lagen nach dem ersten Wahlgang recht nahe beisammen, so dass keiner das absolute Mehr erreichen konnte.

Gewählt wurde nun gestern Beat Müller. Er konnte 192 Stimmen für sich gewinnen. Mark Schwarz, der im Februar noch vorne lag, kam auf 139 Stimmen und Eveline Gasser Koller schaffte 111 Stimmen. Auffällig ist, dass lediglich der Wahlsieger im Vergleich zum ersten Wahlgang an Stimmen zulegen konnte. Beat Müller sagt auf Anfrage, er führe dies auf seinen aktiven Wahlkampf zurück. Er habe in den letzten Wochen viele Gespräche mit Einwohnern geführt. Als Präsident der Männerriege ist er im Dorf zudem bekannt. In Bottighofen einigen sich die zwei politischen Organisationen, die Arbeitnehmer- und die Bürgerliche Vereinigung, gewöhnlich auf einen Kandidaten. In diesem Fall wäre das Mark Schwarz gewesen. Auf den frei werdenden Sitz von Roger Zängerle, der zuständig für das Ressort Umwelt und Entsorgung ist, haben die Arbeitnehmer Anspruch. Beat Müller sagt, er könne deren Ansichten sicher gut einbringen, da er politisch Mitte-Links einzuordnen sei. Beruflich ist der Verkaufsleiter mit Jahrgang 1969 im Pharmagrosshandel tätig. Er hat zwei Kinder im Schulalter. «Für mich passt der Zeitpunkt jetzt genau, mich im Gemeinderat zu engagieren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gremium und auch in den Kommissionen.» Die Wahlbeteiligung betrug gestern 43 Prozent. Von den 537 abgegebenen Stimmen waren 64 leer und 12 ungültig.

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch