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BITTER: Viel Pech für Thurgauer Jungsportler

Jungtalent Sebastian Schüler aus Kreuzlingen galt als Anwärter auf den Weltmeister-Titel im Alpin-Snowboard. Doch dann wirft ein Velo-Unfall seine Pläne über den Haufen. Aufgeben will der Jungspund nicht.
Martin Rechsteiner
Snowboarder Sebastian Schüler (Bild: Donato Caspari)

Snowboarder Sebastian Schüler (Bild: Donato Caspari)

Er gehört zu den grössten Snowboard-Nachwuchstalenten der Schweiz. In seiner Disziplin, dem Alpin Snowboard, verpasste Sebastian Schüler mit dem 4. Platz das Podest an den Junioren-Weltmeisterschaften knapp. Für den 19-jährigen Kreuzlinger ist klar: Nächstes Jahr, in Neuseeland, muss eine Medaille her. Es ist seine letzte Chance - danach ist er für die Junioren zu alt. «Dazu will ich für die Schweiz an den Olympischen Winterspielen 2018 an den Start», sagt Schüler.

«Glück im Unglück gehabt»

Es sah gut aus. «Der Plan für das Krafttraining zur Saisonvorbereitung war erstellt, gleich hätte es los gehen sollen», sagt Schüler. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Am vergangenen Freitag ist Schüler mit dem Velo auf dem Weg zum Zahnarzt. An einer Kreuzung geht es plötzlich ganz schnell. Eine junge Autolenkerin, auf dem Weg zu ihrer LAP-Feier, missachtet Schülers Vortritt. Dieser versucht noch auszuweichen, doch es ist zu spät. Schüler fliegt über die Motorhaube, landet auf dem Boden und bleibt liegen. Ein Krankenwagen bringt den Verletzten ins Spital. «Ich hatte Glück im Unglück», sagt Schüler. «Bei dem Unfall hätte ich mich sehr schwer verletzen können.» Die Diagnose im Spital ist für den Sportler trotzdem ein Schock: linker Ellbogen gebrochen, Prellungen am Knie, Verdacht auf Bruch der rechten Hand. «Dieser Unfall gefährdet meine Pläne für die kommende Saison», sagt er. Das Krafttraining im Sommer kann er vergessen. «Für mindestens sechs Wochen muss ich auf Sport für die Arme verzichten», sagt Schüler. Zurzeit sitzt er zu Hause in Kreuzlingen. Auch die Schule, das Sportgymnasium in Davos, macht für den jungen Pechvogel keinen Sinn. «Mein linker Arm ist eingegipst, meine rechte Hand in einer Schiene.

Doch Sebastian Schüler ist auch in dieser Situation ganz der Sportler. «Rückschläge gehören dazu, so ist das im Sport», sagt er. Wichtig sei nun, das er das Beste aus der Situation mache. «Sobald meine Knie wieder etwas geheilt sind, steige ich zu Hause aufs Standvelo», sagt er. Er ist optimistisch. «Ich muss den Rückstand zu den anderen möglichst rasch aufholen. Dafür werden zusätzliche Trainings nötig sein», sagt Schüler. «Aber ich kann es schaffen.» Dazu braucht er aber Unterstützung. «Die Extra-Trainings werden kosten», sagt Schüler. An einem Tag rechnet er mit rund 150 Franken. Hinzu komme der Trainer, den der junge Snowboarder bezahlen muss, inklusive zusätzlicher Ausrüstung wegen der Verletzungen.

Schüler sucht deshalb Spender und Sponsoren. «Wenn ich das Geld zusammenbekomme, kann ich doch noch in der kommenden Saison dabei sein.» Wütend auf die Unfallverursacherin ist Schüler nicht. «Es ist einfach blöd gelaufen», sagt er. Die junge Frau habe sich nach dem Unfall sehr korrekt verhalten. Die beiden hätten sich geeinigt. «Sie kann ja nichts dafür, dass sie ausgerechnet einen Sportler erwischt», sagt Schüler und schmunzelt ein wenig.

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