Bischofszeller Waldschenke wird noch attraktiver

BISCHOFSZELL. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war gross, ging es an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend im Bürgersaal des Rathauses doch um einen Kredit von knapp 400 000 Franken für den Neubau des Ökonomiegebäudes in der Bischofszeller Waldschenke.

Erwin Schönenberger
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BISCHOFSZELL. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war gross, ging es an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend im Bürgersaal des Rathauses doch um einen Kredit von knapp 400 000 Franken für den Neubau des Ökonomiegebäudes in der Bischofszeller Waldschenke. Dass das aus dem Jahr 1967 stammende Gebäude ersetzt werden muss, war allen klar. Und dass jetzt die Einheit der Gebäude durch ein Haus im Blockhausstil ergänzt wird, ist die logische Folge der in den letzten Jahren erstellten Toiletten und des Holzlagers.

Neuer Aussichtsturm

Zu Beginn der von Ernst Engeler geleiteten Gemeindeversammlung stellte sich die im Mai dieses Jahres gewählte neue Bürgerpräsidentin, Manuela Frauenfelder-Schildknecht, vor. An der Wahlversammlung hatte sie aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können.

Den Hauptteil des Abends bestritt Waldpräsident Walter Bollier, der zusammen mit der Baukommission das Projekt für ein neues Ökonomiegebäude ausgearbeitet hatte. Drei Jahre hat es gedauert, bis das Projekt sämtliche Hürden bei Gemeinde und Kanton genommen hat. «Eine unglaublich lange Zeit», wie Bollier feststellte. In der Zwischenzeit wurde der in die Jahre gekommene Aussichtsturm mit Hilfe einer Sappeur-Kompanie neu errichtet und damit den heute geltenden strengen Sicherheitsvorschriften angepasst.

Aufwertung Waldschenke

Bollier betonte in seinen Ausführungen, wie wichtig die Einnahmen aus dem Pachtzins der Waldschenke für die Bürgergemeinde angesichts der tiefen Holzpreise seien. Die hohen Umsätze, die Pächter Hans Maag Jahr für Jahr erzielt, zeigen auch die Beliebtheit der Waldschenke. Nun soll deren Attraktivität mit dem neuen Ökonomiegebäude noch gesteigert werden.

Geplant ist ein unterkellertes Blockhaus – wie es sich für eine verantwortungsvolle Bauherrschaft gehört aus einheimischem Mondholz. Die Unterkellerung ermöglicht es dem Pächter, sein Material auf dem Platz einzulagern. Dass das neue Gebäude rollstuhlgängig gebaut wird, ist für die Bürgergemeinde Bischofszell selbstverständlich.

Beinahe einstimmig

Mit lediglich zwei Gegenstimmen wurde dem Kreditbegehren in Höhe von 395 000 Franken zugestimmt. Beim anschliessenden Apéro konnte man sich bereits auf den nächsten Frühling in einer noch attraktiveren Waldschenke freuen.