Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

BISCHOFSZELL: «Wir müssen uns gut präsentieren»

Die CVP Bischofszell und Umgebung hat Franz Eugster zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Der 33-Jährige legt grossen Wert darauf, dass seine Partei eine aktive Rolle spielt und das Leben in der Rosenstadt massgebend mitprägt.
Georg Stelzner
Franz Eugster präsidiert seit März die CVP Bischofszell und Umgebung. (Bild: Andrea Stalder)

Franz Eugster präsidiert seit März die CVP Bischofszell und Umgebung. (Bild: Andrea Stalder)

Herr Eugster, weshalb ist das Präsidium der CVP Bischofszell eine reizvolle Aufgabe?

Franz Eugster: Weil man in dieser Funktion etwas bewegen und unseren Lebensraum gestalten kann. Wenn ich mich einer Sache annehme, setze ich mich mit ganzer Kraft dafür ein.

Kam die Zusage, Nachfolger von Thomas Diethelm zu werden, spontan oder erst nach reiflicher Überlegung zustande?

Eugster: Ich habe die Angelegenheit mit meiner Frau besprochen. Es ist mir wichtig, dass die Familie hinter einem solchen Entscheid steht. Michaela war einverstanden und so habe ich mich zur Verfügung zugestellt.

Wie lange sind Sie schon Mitglied der CVP und was hat Sie bewogen, gerade dieser Partei beizutreten?

Eugster: Ich bin mit dem Erreichen der Volljährigkeit, also bereits mit 18 Jahren, in die CVP eingetreten. Ich teile nicht alle, aber doch sehr viele Standpunkte, die von der CVP vertreten werden. Dies gilt insbesondere für die Familien- und Bildungspolitik. Zudem gefällt mir, dass die CVP ganzheitlich politisiert.

Gibt es diesbezüglich eine Art Familientradition?

Eugster: Das kann man durchaus so sehen. Mein Vater ist langjähriger CVP-Politiker und wir ticken bei vielen politischen Fragen ähnlich. Früher haben mich allerdings vor allem nationale Themen interessiert.

Sie sind Sekundarlehrer. Ist das eine gute Voraussetzung, um eine politische Partei zu präsidieren?

Eugster: Ein Vorteil ist es, dass ich bei der Gestaltung meiner Arbeitszeit recht flexibel bin. Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Funktionen besteht darin, dass ich in der Schule der unumstrittene Chef bin, während ich als Ortsparteipräsident mit Vorstandsmitgliedern zusammenarbeite, die ich in die Verantwortung einbinden kann.

Wie gedenken Sie die CVP Bischofszell zu führen?

Eugster: Ich betrachte mich als Teamplayer und ziehe es vor, aufgabenorientiert zu arbeiten. Ich kann und will delegieren.

Woran wird man die Handschrift des neuen Präsidenten der CVP Bischofszell erkennen?

Eugster: In erster Linie beim Auftreten und Präsentieren. Die Ortsparteien leisten viel, werden in der Bevölkerung aber zu wenig wahrgenommen. Mir ist es wichtig, die CVP als aktive Partei in Erscheinung treten zu lassen. Wir müssen uns in der Öffentlichkeit gut präsentieren.

Die CVP deckt ein breites weltanschauliches Spektrum ab. Wo ist da Ihre Position?

Eugster: Ich rechne mich eher dem rechten, konservativen Flügel der CVP zu. Für mich bedeutet konservativ sein etwas Positives, nämlich das Festhalten an bewährten Werten. Es ist mir ein Anliegen, für diese Werte einzustehen, ohne mich für neue Ideen zu verschliessen.

Ihre Partei stellte lange Zeit das Stadtoberhaupt. Hat die CVP unter Ihrer Führung den Ehrgeiz, dieses Amt zurückzugewinnen?

Eugster: Das ist derzeit kein Thema. Die Lösung mit dem parteiunabhängigen Stadtpräsidenten ist in der jetzigen Situation ideal. Thomas Weingart macht einen super Job und der Stadtrat leistet hervorragende Arbeit.

Die Bedeutung von politischen Parteien in der Kommunalpolitik wird oft als gering eingeschätzt. Teilen Sie diese Meinung?

Eugster: Nein. Parteien spielen auch auf dieser Ebene eine wichtige Rolle. Und die Wähler haben ein Recht zu wissen, welche politische Gesinnung die Behördenmitglieder haben.

Die Bischofszeller Parteien genossen zuletzt nicht den besten Ruf.

Eugster: Das stimmt, doch die Zeit der negativen Schlagzeilen ist zum Glück vorbei. Die Ortsparteien sind gut beraten zu zeigen, wozu sie imstande sind und was sie für die Stadt Bischofszell und die Umgebung leisten.

Wie beurteilen Sie das heutige politische Klima in Bischofszell?

Eugster: Ich empfinde es als sehr gut. Im Stadtrat sind fünf Parteien, die ein gutes Einvernehmen haben. Man sucht gemeinsam nach den besten Lösungen.

Können Sie sich vorstellen, in Bischofszell auch einmal ein öffentliches Amt zu bekleiden?

Eugster: Im Moment nicht. Das Interesse ist aber grundsätzlich vorhanden.

Sie kandidieren für den Grossen Rat. Aus welchem Grund?

Eugster: Es ist mir ein sehr grosses Anliegen, dass die CVP unserer Region auch nach dem Ausscheiden von Cäcilia Bosshard-Galmarini im Thurgauer Kantonsparlament vertreten ist, damit wir uns bei Debatten über Sachthemen besser Gehör verschaffen können.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.