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BISCHOFSZELL: Westliche Linienführung überzeugt am meisten

Die Bevölkerung hat sich im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens rege und kontrovers zur Stadtentlastung geäussert. Sie ist der Ansicht, die Stadt könne sich ein solches Projekt derzeit nicht leisten.
Verkehr auf der Bahnhofstrasse in Bischofszell. (Bild: Donato Caspari)

Verkehr auf der Bahnhofstrasse in Bischofszell. (Bild: Donato Caspari)

Bis Ende August sind beim Stadtrat rund 60 ausgefüllte Frage- bogen von Privatpersonen, Parteien, Quartiervereinen, Komitees, dem Gewerbe sowie öffentlichen Körperschaften einge­gangen. «Mit einer so grossen Rückmeldung aus der Bevölkerung haben wir nicht gerechnet», zeigt sich Stadtpräsident Thomas Weingart über das Engagement erfreut. Das Ergebnis des Mit­wirkungsverfahrens überrascht nicht. Die Meinungen sind geteilt, die Ansprüche der Bevöl­kerung an ein solches Projekt zudem ungemein hoch.

Nach Prüfung von über 20 möglichen Varianten in einer ersten Phase standen aktuell nur noch zwei zur Diskussion: eine östliche Entlastungsstrasse (ZO1) und eine im Westen der Stadt (DZW1). Keiner der beiden Vorschläge wird von einer deutlichen Mehrheit als valable Lösung angesehen. Der Vorschlag eines Zentrumstunnels im Osten entlaste lediglich die Grabenstrasse und verlagere das Verkehrsproblem an die Espen- und Steigstrasse, wird kritisiert. Etwas besser schneidet in der Beurteilung der Bevölkerung die Umfahrungs- variante im Westen ab. Positiv wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis gewertet, als negativ werden hingegen die Eingriffe ins Landschaftsbild und die Verlagerung des Verkehrs ins Sorntal empfunden. Die Realisierung einer Stadtentlastung wird von einer grossen Mehrheit als langfristige Option angesehen. Eine der beiden Varianten soll im Richtplan der Stadt Bischofszell festgesetzt werden. Bevorzugt wird die westliche Linienführung. Andere Streckenführungen seien nicht mehr weiterzuverfolgen. Mit einem Konzept für den Langsamverkehr müssen kurzfristig umsetzbare Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umgesetzt werden.

Die momentane finanzielle Situation der Stadt Bischofszell spreche klar dagegen, ein konkretes Bauprojekt anzugehen, so der Tenor. Die Bereitschaft, für ein solches Projekt eine Steuererhöhung in Kauf zu nehmen, scheint nach Auswertung der Umfrage nicht vorhanden. Langfristig soll das Thema «Entlastungsstrasse» jedoch nicht in der Schublade verschwinden. «Über das weitere Vorgehen wird der Stadtrat schon bald entscheiden», sagt Weingart. Darüber informieren wird er an der Gemeindeversammlung vom 30. November. Zuvor wird der Stadtrat das Gespräch mit dem kantonalen Departement für Bau und Umwelt sowie mit der städtischen Verkehrskommission suchen. (red)

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