BISCHOFSZELL: Warten auf den Kindergarten

Der heutige Standort des Kindergartens neben einer vielbefahrenen Strasse ist ungünstig. Die Volksschulgemeinde Bischofszell möchte diesen Zustand mit einem Neubau beenden.

Manuel Nagel
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Das Gebäude von der Schule her gesehen. (Bild: Illustration: PD/Lukas Imhof)

Das Gebäude von der Schule her gesehen. (Bild: Illustration: PD/Lukas Imhof)

BISCHOFSZELL. Caro, das ist kein Kindergartenkind aus Zihlschlacht. «Caro» heisst das Projekt von Architekt Lukas Imhof, welches als Sieger aus dem Architekturwettbewerb hervorgegangen ist. Zwei Kindergärten hat Imhof bereits gebaut. Geplant hat er schon einige mehr. Den letzten in Horn, wo sein ebenfalls siegreiches Projekt vom Stimmvolk an der Urne bachab geschickt wurde. «Die Bevölkerung fand, es brauche keinen neuen Kindergarten, die bestehenden würden genügen», sagt Imhof, der ebenfalls im Kanton Thurgau aufgewachsen ist.

Das dürfte in Zihlschlacht nicht der Fall sein, mutmasst Schulpräsident Felix Züst und zeigt Fotos des aktuellen, an der Hauptstrasse gelegenen Kindergartens. Die Platzprobleme sind offensichtlich. «Das ist auch ein Grund, weshalb wir einen Neubau in Angriff nehmen wollten. Zudem entspricht der jetzige Standort, der ursprünglich als Ladenlokal gebaut wurde, nicht den kantonalen Vorgaben für einen Kindergarten», erklärt Züst.

Landverkauf an Bedingungen geknüpft

Der erste Schritt sei gewesen, die Ländereien rund um die Schule zu prüfen, denn man wollte den Kindergarten zur Schule bringen. Auch deshalb, weil im Kindergarten schulische Räume wie die Bibliothek oder für die Schulsozialarbeit und die Schulische Heilpädagogik eingeplant sind. «Und da gab es nicht mehr viele Möglichkeiten, so dass wir uns mit der Besitzerin des Nachbargrundstücks der Schule zusammengesetzt haben», erzählt Züst.

Die Landbesitzerin war zum Verkauf bereit, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sie dann den Rest des Grundstücks auch selber nutzen könne, was eine Umzonung von der Öffentlichen Zone in die Dorfzone nötig machte – und von den Stimmbürgern der Politischen Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf bereits gutgeheissen wurde. «Zihlschlacht wartet auf den Kindergarten», ist Züst deshalb überzeugt.

Roger Rohner, der Liegenschaftsverwalter der Volksschulgemeinde, ist überzeugt, dass der Bau gerade aufgrund seines Aussehens eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung geniessen wird.

Gute Einbettung ins Dorfbild

Der neue Kindergarten füge sich im Gegensatz zu anderen Projekten äusserlich sehr gut in die Umgebung ein. Zum Teil würden von der Denkmalpflege geschützte Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft stehen. «Die Kombination mit dem Konzept von Lukas Imhof und die Einbettung ins Dorfbild hat uns überzeugt», sagt Roger Rohner.

Morgen lädt nun die Volksschulgemeinde zur öffentlichen Präsentation des Siegerprojekts, welches der anwesende Architekt der Bevölkerung vorstellen wird. Auf einen konkreten Zeitpunkt, wann der Kindergarten stehen könnte, wollte sich aber keiner der Beteiligten festlegen.

Roger Rohner, Liegenschaftsverwalter der Volksschulgemeinde Bischofszell, Architekt Lukas Imhof und Schulpräsident Felix Züst betrachten die Parzelle, auf welcher der neue Zihlschlachter Kindergarten gebaut werden soll. (Bilder: Manuel Nagel)

Roger Rohner, Liegenschaftsverwalter der Volksschulgemeinde Bischofszell, Architekt Lukas Imhof und Schulpräsident Felix Züst betrachten die Parzelle, auf welcher der neue Zihlschlachter Kindergarten gebaut werden soll. (Bilder: Manuel Nagel)

Der Kindergarten in der Mitte des Bildes, umgeben von Bäumen.

Der Kindergarten in der Mitte des Bildes, umgeben von Bäumen.