BISCHOFSZELL: Vom Osterei bis zum Glühwein

Der Wochenmarkt hat in der Rosenstadt schon Tradition. Nächsten Samstag beginnt die 19. Saison. Die Besucher dürfen sich bis Ende November auf Altbewährtes und einige Überraschungen freuen.

Georg Stelzner
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Marktchef Franco Capelli präsentiert vor dem Bogenturm den Wochenmarkt-Flyer. (Bild: Georg Stelzner)

Marktchef Franco Capelli präsentiert vor dem Bogenturm den Wochenmarkt-Flyer. (Bild: Georg Stelzner)

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

«Bischofszell ist ohne Wochenmarkt undenkbar», sagt Franco Capelli im Brustton der Überzeugung. Als Marktchef muss er sich wohl so äussern, könnte man einwenden, doch diese Einschätzung wird mittlerweile auch von vielen Besuchern geteilt. Zur Freude des Verantwortlichen haben in den letzten Jahren auch immer mehr junge Familien den Reiz des Einkaufens unter freiem Himmel und die damit verbundene Möglichkeit zu persönlichen Begegnungen entdeckt. «Der Markt gehört zu den ältesten Kulturgütern, weshalb er auch in unserer Stadt unbedingt erhalten werden sollte», sagt Capelli.

Die Qualität der Produkte müsse natürlich auch stimmen, was im Falle des Bischofszeller Wochenmarkts sicher der Fall sei, ergänzt Capelli. Der Marktchef kann auf einen Stamm von fünf treuen Teilnehmern bauen, ohne die eine Durchführung des An- lasses in der heutigen Form nicht möglich wäre. Dazu kommen fünf weitere Anbieter, die sich mit ihren Waren ein- bis dreimal pro Monat auf dem Grubplatz einfinden. Als Wermutstropfen empfindet der Marktchef das Fehlen eines Metzgers. Ausser Fleisch seien aber alle Frischprodukte erhältlich, betont er.

Bestandteil der Rosen- und Kulturwoche

Zum anhaltenden Erfolg des Bischofszeller Wochenmarktes tragen die diversen Themenmärkte entscheidend bei. Vergleichbares gibt es in der Region nicht. Oft erweist sich ein solcher Anlass als richtiger Publikumsmagnet. «Diese speziell gestalteten Märkte ermöglichen einem erweiterten Kreis von Geschäften die Teilnahme – und sie ziehen auch zusätzliche Besucher an», erklärt Capelli. Der erste Themenmarkt steht übernächsten Samstag auf dem Programm. Am 8. April ist der Grubplatz wieder Schauplatz des beliebten Ostermarktes, und gleichentags werden auch die Osterbrunnen eröffnet. «Ich werde an diesem Tag mit Susanne Jegerlehner und Monika Meyer im Marktbeizli die Gäste bedienen», kündigt Capelli an. Weitere Fixpunkte auf der Liste der Themenmärkte sind der Rosenbieranstich Ende Mai, der Rosen- und Spezialitätenmarkt im Rahmen der Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche, der Kinderflohmarkt Mitte August sowie der Markt im September, an dem das Entrümpeln Spass machen soll. Nach dem Erfolg bei der letzt- jährigen Premiere steht der Themenmarkt im Oktober heuer wieder unter dem Motto «Kreatives aus der Natur». Das Angebot werde diesmal noch reichhaltiger sein, verspricht der Marktchef.

Jugendorganisationen stellen sich vor

Neu unter den Themenmärkten ist der Anlass am letzten Samstag im April. An diesem Tag erhalten Jungwacht und Blauring, die Pfadi und die Royal Rangers Gelegenheit, ihr Lagerleben einem zahlreichen Publikum vorzustellen. Ereignisse, die Kinder und Jugendliche ansprechen, haben laut Capelli für den Wochenmarkt einen hohen Stellenwert. «Die Kinder erscheinen in der Regel nicht alleine, sondern in Begleitung ihrer Eltern, womit am Ende alle Seiten profitieren.»