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BISCHOFSZELL: Verbindendes Element

«Ohne die CVP würde unser Land anders aussehen», sagte Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, am Neujahrsapéro der Ortspartei.
Barbara Hettich
Stossen auf das neue Jahr an: Franz Eugster, Präsident der CVP Bischofszell, und Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz. (Bild: Barbara Hettich)

Stossen auf das neue Jahr an: Franz Eugster, Präsident der CVP Bischofszell, und Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz. (Bild: Barbara Hettich)

Barbara Hettich

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Der Bischofszeller CVP-Präsident Franz Eugster scheint gute Beziehungen zu pflegen. Nachdem er letztes Jahr Bischof Markus Büchel am Neujahrsapéro begrüssen durfte, interviewte er diesmal am Dreikönigstag Gerhard Pfister, den Zuger Nationalrat und Präsidenten der CVP Schweiz. Rund 80 Personen nahmen an diesem öffentlichen Anlass im APH Sattelbogen teil.

Wer ist Gerhard Pfister? Sprachrohr oder Stratege der Partei, wollte Franz Eugster wissen. "Beides", sagte Pfister. Eine Partei müsse zu den verschiedensten Themen Stellung beziehen, obwohl es beim Kopftuchverbot an den Schulen um kantonale Belange gehe und die CVP die Fahne des Föderalismus hoch halte. "Die CVP als Partei der Mitte hat eine hohe Meinungsvielfalt in ihren Reihen, wir können es uns aber nicht leisten, keine Stellung zu beziehen; die Wähler schauen nach Bern."

Fragen erkennen und nach Kompromissen suchen

Als Stratege sei es seine Aufgabe, Fragen, welche die Partei zerreissen könnten, frühzeitig zu erkennen und nach Kompromissen zu suchen. Die CVP sei gerade wegen ihrem breiten Meinungsspektrum eine Partei die verbinde, ohne sie würde die Schweiz anders aussehen, setzte Pfister gekonnt Partei-Werbespots. Kompromisse werde man auch bei der Marktöffnung zur EU finden. Die Wirtschaft brauche den Freihandel, die Landwirtschaft dürfe man aber nicht gänzlich dem freien Markt aussetzen, dies hätte gravierende Auswirkungen auf den Bauernstand und auf unsere Landschaft, ist Pfister überzeugt. Auch bei der AHV-Reform werde man eine mehrheitsfähige Lösung finden – vermutlich ohne SP, allerdings müsse es sich noch zeigen, wie kompromissbereit die SVP sei. Auf die Frage, ob die Schweiz die Kohäsionsmilliarde an die EU zahlen soll, meinte der CVP-Präsident: "Herr Spuhler weiss schon, was er der Kohäsionsmilliarde zu verdanken hat, natürlich darf er das nicht zu laut sagen, dafür ist er in der falschen Partei." Die Schweiz müsse sich aber schon fragen: Was bekommen wir dafür?

Persönliche Fragen gab es zum Schluss der Veranstaltung: Hat Gerhard Pfister bei all seinen Mandaten auch einmal frei? "Ich arbeite viel, aber solange es Freude macht, ist das kein Stress."

Grund zur Freude hatte auch Claudia König, Initiantin des Eltern-Kind-Cafés in Bischofszell. Für Ihr Engagement durfte sie von CVP-Vizepräsidentin Hedy Hotz-Casagrande eine Spende von 500 Franken entgegen nehmen. Für die musikalische Umrahmung sorgten zwei junge Bischofszeller Talente: Tabea Steinmann, Gesang, und Jonas Bissig am Piano.

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