BISCHOFSZELL: Strasse durchquert den Wald

Anstelle eines Viadukts im Osten käme als Entlastungsvariante auch eine Linienführung im Westen in Frage.

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Die Bevölkerung von Bischofszell ist gefragt: Sie soll ihre Präferenzen bezüglich künftiger Verkehrsentlastung bekannt geben. So könnte das dafür notwendige Gebiet im Richtplan berücksichtigt werden und stünde zu einem späteren Zeitpunkt zur Umsetzung der geplanten Variante zur Verfügung. Da sich topografisch wie auch von der Überbauungssituation her einige Hindernisse ergeben, gestaltet sich die Suche nach der sinnvollsten Entlastungsvariante schwierig. Am Informationsabend in Bischofszell haben der Stadtrat und das kantonale Tiefbauamt nochmals die aussichtsreichsten Varianten vorgestellt. Dabei kam auch die Variante DZW1 ins Gespräch.

Sie gehört zu den beiden Varianten, die mit Baukosten von etwas über 70 Millionen Franken als einzig realisierbare gelten. Der Vorteil dieser Variante liegt in der Umsetzung. Es wäre kein Tunnelbau nötig, was sich bei den Kosten positiv bemerkbar macht, und sie könnte das Problem Bahnübergang sinnvoll lösen. Allerdings wäre der Verbrauch an Kulturland gross: Die Route führt durch Wiese und Wald (nicht wie in der Grafik vom 24. Februar fälschlicherweise gezeigt über das Strassennetz der Wohnquartiere). Die Strassenführung käme allerdings auch der Badi nahe und schliesslich käme es bei dieser Variante zur Verkehrsverlagerung nach Westen, also ins benachbarte Sorntal, was nicht Ziel von Bischofszell sei.

 

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch