BISCHOFSZELL: Stimmung wie an der Älplerchilbi

Zum drittenmal führte der Nordostschweizerische Jodlerverband in Bischofszell ein Nachwuchsweekend durch. Die Kinder übten sich im Fahnenschwingen, Alphornblasen und im Jodeln. Die Krönung war eine Aufführung vor den Eltern.

Viola Stäheli
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Die jungen Fahnenschwinger zeigen, was sie gelernt haben. (Bild: Reto Martin)

Die jungen Fahnenschwinger zeigen, was sie gelernt haben. (Bild: Reto Martin)

BISCHOFSZELL. Alphörner ertönen und Fahnen werden hochgeworfen – was nach Alpenidylle tönt, findet in Wahrheit mitten im Thurgau statt. Die Kinder sind eifrig bei der Sache, würde nicht die eine oder andere Fahne auf dem Boden landen oder eine falsche Note erklingen, glaubte man gar nicht, dass die Kinder nur ein Wochenende Zeit hatten zu üben. «Insgesamt haben 76 Kinder am Nachwuchsweekend teilgenommen», sagt Claudia Mora, Verantwortliche für den Nachwuchs beim Nordostschweizerischen Jodlerverband. Zwölf Betreuer brachten den Kindern am Wochenende das Fahnenschwingen, Alphornblasen und Jodeln näher.

Von fünf bis zwölf Jahren

Von den 100 Angemeldeten durften nicht einmal alle kommen. «Nächstes Jahr müssen wir die Anmeldezahl beschränken, dieses Jahr wurden wir richtiggehend überrannt», sagt Mora freudig. Die Kinder sind bunt durchmischt, die Jüngsten sind fünf Jahre alt, die Ältesten zwölf. Aus allen Ecken der Schweiz haben sie den Weg nach Bischofszell gefunden.

Das Nachwuchsweekend dauerte vom Freitagabend bis am Sonntagnachmittag. Am Freitag stand ein gemütlicher Abend auf dem Programm, damit sich die Kinder in Ruhe kennen lernen konnten. Am Samstag übten die Kinder sich im Fahnenschwingen, Jodeln und Alphornblasen. Sie durften alles ausprobieren, mussten sich aber entscheiden, was sie am Sonntag aufführen wollten. Nicht allen fiel diese Entscheidung leicht, aus diesem Grund gab es auch einige Kinder, die mehrmals auftraten.

Für nächstes Jahr gebucht

«Das Wochenende war ein voller Erfolg», sagt Mora. Auch für das nächste Jahr ist wieder ein Nachwuchsweekend geplant – die Lokalität ist bereits gebucht. Inzwischen ist die nächste Jodlergruppe an der Reihe, ihr Gelerntes zu zeigen: «Mir Jodlerchind vom Oberland hends gern gmüetlich mitenand.»

Gemütlich ist die Stimmung an der Thur alleweil, die Eltern geniessen die Aufführung ihrer Sprösslinge. Der Stolz ist ihnen anzusehen.