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BISCHOFSZELL: Seine Arbeit erfüllt ihn mit Stolz

Seit ein paar Wochen arbeitet Elias Eigenmann im Werkhof der Stadt. Der Naturmensch, wie er sich selber bezeichnet, ist im ersten Lehrjahr als Fachmann Betriebsunterhalt EFZ und kann in verschiedenen Bereichen schon selbständig arbeiten.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Elias Eigenmann gefallen die auffällig leuchtenden, orangen Arbeitshosen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Elias Eigenmann gefallen die auffällig leuchtenden, orangen Arbeitshosen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

BISCHOFSZELL. «Für mich ist es der absolute Traumberuf, den ich in meiner Heimatstadt Bischofszell erlernen darf», erzählt Elias Eigenmann mit leuchtenden Augen. Er arbeite gerne draussen in der Natur – Regen und Schnee machen ihm nichts aus. Der 16-Jährige hilft beim Unterhalt von öffentlichen Infrastrukturen und Anlagen mit, sein Arbeitsplatz ist über die ganze Gemeinde verteilt. «Vor ein paar Wochen habe ich die dreijährige Ausbildung als Fachmann Betriebsunterhalt hier beim Werkhof begonnen», erklärt der Lehrling.

Für ihn stand schon immer fest, dass er einmal im Freien arbeiten möchte. Ein Bürojob wäre für ihn nie in Frage gekommen. Elias Eigenmann liebt die Natur und die Jahreszeiten. Er bezeichnet sich selber als Naturmensch. «Anfangs wusste ich nicht genau, welchen Beruf ich erlernen will», blickt er zurück. Nach einigen Schnupperlehren – unter anderem als Maurer, Strassen- und Gartenbauer – entschied er sich schliesslich, Fachmann Betriebsunterhalt zu werden. Besonderes stolz ist Elias Eigenmann darauf, dass er nur eine Bewerbung schreiben musste. «Ich bin dankbar, dass ich hier arbeiten darf», betont der Lehrling und ergänzt, dass er sich gerne für diese Stadt einsetze. «In Bischofszell sind meine Wurzeln, hier bin ich aufgewachsen.» Von seinem Zuhause aus habe er einen wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt, schwärmt er.

Elias Eigenmann ist ein Bewegungsmensch. In der Schule mochte er ganz besonders die Turnstunden und war gut in Englisch. In seiner Freizeit treibe er gerne Sport – Volleyball und Fussball. «Und ich bin auch gerne mit meinem Töffli unterwegs», verrät er schmunzelnd und ergänzt, dass er Outdoor-Sportarten bevorzugt.

Um sieben Uhr beginnt Elias Eigenmann mit der Arbeit, im Sommer eine halbe Stunde früher. Zu Beginn der Ausbildung waren es meist Routinearbeiten, die der Lernende verrichten musste. Dazu gehören das Reinigen der öffentlichen Toiletten-Anlagen, die Abfallentsorgung und die fachgerechte Trennung der Abfälle. Inzwischen darf er den Strassenbauer Armin Bölsterli tatkräftig unterstützen. Dabei hilft er ihm, Signale aufzustellen und Strassenabsperrungen anzubringen. Kein Tag gleiche dem andern. Die Arbeiten seien sehr vielseitig, abwechslungsreich und interessant.

Die Brunnen setzen Algen an

Im Sommer setzen beispielsweise die Brunnen Algen an, wenn diese nicht regelmässig geputzt werden. Zwölf Brunnen seien es in Bischofszell, die kontrolliert werden müssten. Auch das sei die Aufgabe des Fachmanns Betriebsunterhalt. Jetzt im Herbst fallen die Blätter, und dann müssen alle paar Tage die öffentlichen Plätze sauber gewischt werden. Rundum die Veloständer muss zudem «gefetzelt» werden. Mit Zange und Abfallsack beseitigt er Papierfetzen, Zigarettenstummel und sonstigen Müll, den die Leute liegen lassen. Montag und Donnerstag seien Abfalltouren. Dann werden die Roby-Dogs, die öffentlichen Batterien-Sammelboxen und Abfallkübel geleert. Eigenmann zieht einen Mehrzweck-Schlüssel aus der Hosentasche, mit dem er die Behälter öffnet. Und er fügt mit einem zufriedenen Lächeln an: «Ich trage meine orange Arbeitskleidung gerne. Sie gefällt mir.» Dabei zeigt er stolz auf das Logo «Bauamt Stadt Bischofszell».

Weitere Möglichkeiten nach der Grundausbildung

Der angehende Fachmann Betriebsunterhalt freut sich schon jetzt auf den Winter. Das Schneeräumen habe ihm schon immer Spass gemacht. Elias Eigenmann ist sich aber bewusst, dass dann der Arbeitstag bereits um vier Uhr beginnen kann.

Gefragt nach den beruflichen Zukunftsplänen meint der junge Mann: «Das Wichtigste ist, dass ich das Qualifikationsverfahren bestehe.» Doch bis dahin dauert es noch einige Zeit. Der Allrounder weiss aber, dass es nach der Grundausbildung verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Auch bestehe die Möglichkeit, eine verkürzte Zweitlehre als Gärtner, Garten- oder Strassenbauer zu machen.

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