BISCHOFSZELL: Schnee und Eis zur Begrüssung

Auf Einladung des Rotary Clubs verbringen 20 Austauschschüler im Vereinszentrum Bleiche ein zweiwöchiges Sprachlager. Die Jugendlichen stammen aus Argentinien, Kolumbien, Australien und Neuseeland.

Ramona Riedener
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Die Jugendlichen im Klassenzimmer: In der 30. Lektion des Deutschunterrichts lernen sie die Vergangenheitsformen.

Die Jugendlichen im Klassenzimmer: In der 30. Lektion des Deutschunterrichts lernen sie die Vergangenheitsformen.

Ramona Riedener

bischofszell@thurgauerzeitung

Eine perfekte Schweizer Winterlandschaft hat die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren empfangen. Für ein Jahr die heimatliche Schulbank tauschen, um die Sprache und Kultur eines anderen Landes kennen zu lernen, dies wollen die 20 Jugendlichen auf Kantonsschulstufe, die vor wenigen Tagen aus Argentinien, Kolumbien, Australien und Neuseeland in die Schweiz gekommen sind.

Doch nicht nur Schnee, Berge und Käse sind im fernen Ausland bekannt, sondern auch Heidi und der Geissenpeter haben den Sprung nach Übersee geschafft. Laut Markus Wyss, Organisator des zweiwöchigen Rotary-Sprachlagers, sind die Motive der jungen Leute für ein Austauschjahr in der Schweiz unterschiedlich. Tatsache ist, dass die Schweiz mit ihrer vielseitigen Kultur und einmaligen Landschaft einiges zu bieten hat.

Hochdeutsch statt Englisch und Spanisch

Die 20 Schülerinnen und Schüler des Rotary-Jugendaustauschs Schweiz/Liechtenstein lernen zunächst einen Grundstock der deutschen Sprache, bevor sie auf Kantonsschulniveau eingeschult werden. Damit die Jugendlichen möglichst rasch die Sprache lernen, sollte in den Gastfamilien grundsätzlich nur Hochdeutsch gesprochen werden. «Doch manchmal fällt man doch ins Englische. Und in der Freizeit bilden sich unter den Latinos und den Englisch sprechenden Teenagern oft Grüppchen», sagt Geschäftsführerin Ursula Gervasi.

Neben der Sprache lernen die Jugendlichen die Schweizer Kultur und das hiesige Schulsystem kennen. Sie erfahren auch, wie man sich hier benimmt und was Swissness ist. Zusammen mit den im August 2016 angekommenen Jugendlichen sind derzeit 90 Austauschschüler in der Schweiz.

Die Argentinierin Camila Kujawinsky hat sich für das Austauschjahr in der Schweiz entschieden, um die Sprache und Kultur kennen zu lernen. Aus einem Land kommend, in dem die Temperaturen meist angenehm sind, spürt die Schülerin die Kälte in der Schweiz besonders. Alexander Kraan hat mit seiner Gastfamilie bereits einige Sehenswürdigkeiten besichtigt. Die Berge und der Schnee seien anders als in seiner Heimat, erzählt er. Hineira Tipene-Komene, eine Maori aus Neuseeland, hat in der Schweiz zum ersten Mal Schnee gesehen. Damit sie einmal Internationale Beziehungen und Recht studieren kann, braucht sie Deutschkenntnisse.