BISCHOFSZELL: Rosenstadt bündelt Tourismus

Die Stadtverwaltung engagiert sich ab Januar stärker für den Tourismus. Dazu übernimmt sie dessen Informationsstelle und setzt auf bessere Zusammenarbeit.

Viola Stäheli
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Die Bischofszeller Altstadt (hier als Miniature) lockt jedes Jahr viele Touristen in die Rosenstadt. (Bild: Donato Caspari)

Die Bischofszeller Altstadt (hier als Miniature) lockt jedes Jahr viele Touristen in die Rosenstadt. (Bild: Donato Caspari)

BISCHOFSZELL. Wer in Bischofszell eine Stadtführung buchen möchte, muss sich beim Verkehrsverband Bischofszell (VVB) melden. Wer aber ein Gemeinde-Generalabonnement für die Bahn haben will, muss sich an das Reisebüro Mawi Reisen AG wenden. Für Touristen können diese vielen Ansprechpartner Verwirrung stiften. Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung beschlossen die Tourismusinformationsstelle neu selbst zu führen und sich so aktiver für den Tourismus zu engagieren.

«Wir haben vor kurzem in Zusammenarbeit mit dem Thurgau Tourismus eine Analyse des Tourismuspotenzials für Bischofszell durchgeführt», erklärt der Stadtpräsident Thomas Weingart. Als grosse Schwachstelle wurden die vielen Ansprechpartner gesehen. Deshalb wird ab Januar die Stadtverwaltung für die Buchungen der Stadtführungen und die Ausgabe der Gemeinde-Generalabonnemente für die Bahn zuständig sein. Zudem wird die Verwaltung als Informationsstelle für Touristen fungieren. «Damit das verstärkte Engagement für den Tourismus möglich ist, wird die Stadtverwaltung sich mehr aus dem Eventmarketing herausnehmen», sagt Weingart. Diese Massnahme betrifft beispielsweise das Stadtfest.

Nebst der Gestaltung eines einheitlichen Ansprechpartners wird aber auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Anbietern im Tourismusbereich verstärkt. So sollen neu die Touristen analysiert werden, die dem Städtchen einen Besuch abstatten, und dadurch die Angebote besser auf die spezifischen Interessen abgestimmt werden. «Die zentralen Fragen sind: Was wollen wir? Und für wen?», sagt Weingart. Durch die verstärkte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Parteien, die in den Tourismus involviert sind, kann eine effektive Strategie entwickelt werden, von der alle profitieren können. Erste Änderungen oder Neuerungen der touristischen Angebote sollen bis zum nächsten Sommer ausgearbeitet sein.

«Der Verkehrsverbund wird nach wie vor die Stadtführungen organisieren, die Buchungen werden aber in der Stadtverwaltung entgegengenommen», sagt Weingart. Die Zusammenarbeit mit Mawi Reisen AG wird auf Jahresende aufgelöst. «Mawi Reisen AG hat auf keinen Fall schlechte Arbeit geleistet. Im Gegenteil, wir können auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken», versichert Weingart. Das Ziel der Stadt ist die Bündelung des Tourismus an einem Ort. Sie hofft so, dass sowohl für die Touristen als auch für die Bürger mehr Vorteile entstehen.